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Kakao – Die Speise der Götter

16. Mai 2012 Sarah
Aktuelles, Reisetipps Mexiko & Lateinamerika

Jeder kennt sie- viele lieben sie: Schokolade. Bis die Schokolade in den deutschen Supermärkten landet, ist es jedoch ein langer Weg, dessen Prozess der Herstellung auch bereits die Maya beherrschten- allerdings in einer meist anderen Form als heute. Die Maya maßen der Kakaobohne einen hohen Wert zu und sie wurde deshalb als Zahlungsmittel im Handel eingesetzt. Die hergestellte Schokolade – meist in flüssiger Form und mit einem etwas herberen, bitteren Geschmack – und besonders der Schaum waren eine Köstlichkeit und blieben den reicheren Maya bzw. dem Adel vorbehalten.

Wer abseits der bekannten archäologischen Ausgrabungsstätten auf der Yucatan Halbinsel einen Einblick in die Kultur der Maya erhalten möchte, kann bei einem Besuch der Tikul Plantage- nur etwa 80 Kilometer südlich von Mérida- mehr über die Geschichte des Kakaos und seiner mystischen Beziehung zur Maya Kultur erfahren. Dieser Besuch ist ein interessantes, außergewöhnliches und auch schmackhaftes Erlebnis.

Das Kakaomuseum- Eco Museo del Cacao- befindet sich am Eingang der Tikul Plantage, wo auf 300 Hektar die qualitativ hochwertige Criollo Kakaopflanze angebaut wird. Da diese bestimmte Art der Kakaopflanze jedoch eine sehr geringe Resistenz gegen Schädlinge besitzt, trägt sie heutzutage nur noch zu 5% zur weltweiten Kakaoproduktion bei. Für den Anbau der Kakaopflanze wird besonders viel Wasser benötigt, weshalb diese traditionell in Chiapas oder Tabasco angebaut wird. Die moderne Anlage in Yucatan besitzt deshalb ein technologisch ausgereiftes Bewässerungssystem. Die Plantage wurde erst im Jahr 2008 aufgebaut und erforderte damals eine Bepflanzung von über 100.000 Bäumen.

Die Tour vermittelt in mehreren thematisch gestalteten Bungalows die Geschichte, das Verfahren des Anbaus der Kakaopflanze und den Prozess der Schokoladenherstellung. Dabei lernen Sie auch, welche Bedeutung die heilige Pflanze in der Verwendung  und in den Riten der Maya hatte. Der wunderschöne botanische Garten bezaubert mit einer unglaublichen Vielfalt von Orchideenarten und bei einem traditionellen kakaohaltigen Getränk der Maya, bestehend aus Kakao und typische Gewürzen, kommen auch Ihre Geschmacksnerven auf volle Kosten. Der tolle Ausblick von der modernen Cafeteria über die Plantage rundet einen gelungenen Tag ab, während Ihre Kinder sich auf dem Spielplatz austoben können. Im Souvenirshop besteht die Möglichkeit Andenken oder köstliche Mitbringsel zu erwerben.

Ein Besuch des Schokoladenmuseums ist ein Geheimtipp in der Region und lässt sich besonders gut mit einem geplanten Besuch der archäologischen Ausgrabungsstätten in Uxmal, Labna oder Kabah verbinden.  Das Museum befindet sich circa 20 Kilometer von der Ruta Puuc entfernt zwischen den Maya- Stätten Labná und Xlapak und kann von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr besucht werden. Gern inkludieren wir Ihnen den Auflug bei unserem Yucatan Reisebaustein oder bei Ihrer individuellen Yucatan-Rundreise.

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Tags: Kultur der Maya, Labna, Maya-Riten, Xlapak, Yucatan

Unsere Mexiko Reise 2012: Baja California Sur – Canyon del Cobre & Puerto Vallarta

19. April 2012 Ireen
Aktuelles

im Air France Flieger nach Paris1. Tag, 14. März
Heute ging es für uns endlich mal wieder in unser geliebtes Mexiko. Über Leipzig – Paris ging es mit Air France nach Mexico City. Unser Flug war sehr angenehm – das Bordprogramm war über einen eigenen Bildschirm ansteuerbar, sehr aktuell und vielfältig. Das Flugpersonal war sehr freundlich und zuvorkommend und auch das Catering war sehr gut. Trotz der vielen Annehmlichkeiten wärend des Fluges waren wir sehr müde, als wir in der Hauptstadt ankamen. Am Flughafen trafen wir uns dann mit Gabriel, unserem Guide aus Mexiko Stadt. Er brachte uns in das Hotel Galeria Plaza, in der Zona Rosa. Nachdem die Koffer abgestellt waren, ging es gleich weiter in eine nette Bar in der Colonia Roma. Einen schöneren Einstieg in unsere 16tägige Mexiko Reise als mit leckeren Quesadillas und einem Tequila konnte es nicht geben.

Pool Fiesta Inn Airport2. Tag, 15. März
Sehr früh holte uns Gabriel vom Hotel ab. Vor unserem Abflug nach San Jose del Cabo, auf der Halbinsel Baja California, schauten wir uns noch das Fiesta Inn Aeropuerto an. Vom Hotel sind es mit dem kostenlosen Shuttle nur wenige Minuten bis zum Flughafen. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir doch auch gern diese kurzen Wege gehabt. Für eine einzige Nacht lohnt sich ein Zentrumshotel nicht wirklich.

Unser Mietwagen - Chevrolet MatizNach einem kurzen Flug mit Interjet kamen wir nachmittags auf der Baja California Halbinsel an. Am Flughafen nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang. Wir hatten uns für das kleinste Model entschieden, um zu testen ob ein 4×4 wirklich notwendig ist. Unser kleiner Chevrolet Matiz war ein treuer Begleiter quer durch die Baja Sur jedoch kann ein größerer Wagen auch nichts schaden gerade für diejenigen die auch mal off road fahren möchten. Hier wäre ein Jeep schon die bessere Alternative. Dies sollte unsere erste Mietwagentour in Mexiko sein und wir hatten vorab etwas Respekt. Aber guter Dinge stiegen wir in den Wagen und wie es uns während der Mietwagen Rundreise auf der Baja California erging, werdet Ihr ja noch beim Lesen herausfinden.

Pool Hotel Barcelo Los CabosNach etwas verspäteter Ankunft mit Interjet wollten wir uns zunächst ein paar Hotels im Hotelkorridor zwischen San Jose del Cabo und Los Cabos anschauen. Da die Zeit mittlerweile schon vorangeschritten war und man auch immer im Hellen Mietwagen fahren sollte, blieb nur Zeit für 2 Hotelbesichtigungen. Wir entschieden uns für das Barcelo Los Cabos Palace Deluxe und das Posada Real Los Cabos, da sie so schön nebeneinander liegen. Das Barcelo ist eine große neue All inkl. Anlage vor 3 Jahren eröffnet.

Garten im Posada Real los CabosDas Posada Real Hotel war auf alle Fälle schon älter, aber uns beeindruckte der Garten mit den tollen Kakteen. Der Vorteil bei diesem Hotel – man kann es auch nur mit Frühstück buchen und es ist ein vergleichsweise günstiges Hotel mit Strandzugang.  Der Wellengang war am heutigen Tag sehr heftig und im Hotel erzählte man uns, dass die See meist sehr rau ist. Es kann also passieren, dass man bei seinem ganzen Badeaufenthalt nicht ins offene Meer kann und mit dem hoteleigenen Pool Vorlieb nehmen muss.

Blick von der Mex 1 zu den Los ArcosVon San Jose del Cabo dauerte es dann ca. 45 min bis wir in Los Cabos waren. Diese Ami-Hochburg ließen wir aber links liegen. Interessant war die Aussicht auf die “Los Arcos” von der MEX 1 aus: Tankstellen, gigantische Kreuzfahrtschiffe, Hotelhochburgen und dann ganz klein die Arcos. Wir wollten lieber in das kleine Künstlerstädtchen Todos Santos. Der Weg dorthin war etwas beschwerlich, da auf diesem Stück der MEX 1 momentan sehr viel gebaut wird.

 

Strasse in Todos SantosIn Todos Santos spazierten wir über den kleinen Zocalo. Hier gab es viele gemütliche Cafés, bunte Häuser und sehr wenig Touristen. Also ein wirklich beschaulicher Ort – der auch zu den Pueblos Magicos zählt. Leider war der Stopp sehr kurz. Dann ging es weiter nach La Paz (ca. 80 km), die Hauptstadt der Baja California Sur. Hier kamen wir erst im Dunkeln an – aber es dauerte auch eine geschlagene Stunde vom Eingangsschild zum Hotel La Marina am Malecon. Nun gut wir hatten uns ein wenig verfahren, aber die Stadt mit dem Verkehr war schon sehr anstrengend. Der erste Tag allein mit dem Mietwagen auf der Baja California war gemeistert und wir vielen müde ins Bett.

Blick auf den Hafen vor dem Hotel Marina La Paz3. Tag, 16. März
Besonders bemerkenswert ist das Frühstück im Hotel Marina. Das hoteleigene Restaurant war am kleinen Hafen und man konnte schon draußen sitzen, die Sonne genießen und auf die schönen weißen Boote schauen. Dazu gab es ein leckeres Frühstücksbuffet. Frisch gestärkt ging es gegen 8.30 Uhr (man sollte aber schon versuchen eher loszukommen!) los. Unsere erste geplante Station war Lopez Mateos, aber bis dahin sollte es noch etwas dauern. Tatsächlich kamen wir erst gegen 12.30 Uhr dort an, aber der Weg dorthin war abwechsungsreich und schön. Ab La Paz gab es glücklicherweise auch keine Baustellen mehr – die MEX 1 war tadellos.

Bootsableger zu den Waltouren von Lopez MateosDie Straßenränder säumten gigantische Kakteen und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Am Bootsableger in Lopez Mateos suchten wir uns dann ein Boot, dass mit uns zu den Walen fahren sollte. Am günstigsten wird es natürlich, wenn noch andere Touristen raus zu den Walen wollen, dann teilen sich die Kosten. Da wir leider nur zu zweit waren (die Walsaison stand ja schon kurz vorm Ende), mussten wir das ganze Boot mieten. Normalerweise kostet das Boot 800 Pesos (ca. 50 Euro). Wir konnten es aber noch auf 600 Pesos runterhandeln.

Grauwale in Lopez MateosDie Ausfahrt sollte 1 h dauern und unser Bootsführer entdeckte mit seinen wachsamen Augen sogleich das erste Pärchen Grauwale – eine Mutter und ihr Baby. Die Walsaison auf der Baja California geht ja von Mitte Dezember bis Ende März. Während sich im Januar oder Februar sehr viele Wale in der Bucht von Lopez Mateos tummeln, gibt es im März zwar nicht mehr so viele, aber dafür sind die Tiere sehr zutraulich. So hatten wir das Glück, dass die beiden Wale total nah an unser Boot heran kamen und sich auch streicheln ließen. Das Baby war gerade mal 3 Monate alt und geschätzte 3,5 m lang.
zum Video: Auf Tuchfühlung mit dem Grauwal

Grauwalbaby in Lopez MateosWenn es sein Maul aus dem Wasser hob, war es nicht gerade niedlich, wie andere Tierbabys, aber irgendwie beeindruckend. Das Pärchen verfolgte uns immer wieder. Das Baby schwamm ständig unter unser Boot und kam auf einer beliebigen Bootsseite zum Spielen hervor was uns immer wieder begeisterte Jauchzer entlockte ;) .
Wir waren diesen Giganten unbeschreiblich nah und waren auch mittlerweile das einzige Boot auf dem Wasser. Tatsächlich sahen wir nur dieses eine Pärchen und einige wenige Wale weiter draussen, aber wen stört es schon, wenn sie doch dafür so zutraulich waren, dass man sie streicheln konnte.
Strasse nach LoretoNach der Bootsfahrt aßen wir noch ein leckeres Fischmenü direkt an der Bootsanlegestelle. Hier gab es zahlreiche Straßenstände mit frischem Fisch. Bei dem vorzüglichen Mal konnte man noch einmal in sich kehren und dieses beeindruckende Erlebnis verarbeiten. Gegen 15.30 Uhr ging es auch schon wieder weiter nach Loreto, wo wir gegen 18.30 Uhr ankamen. Wunderschön waren die letzten Kilometer der Strecke. Über Serpentinen ging es mit der Abendsonne gen Loreto, was uns nach den vorangegangenen sehr trockenen Abschnitten mit einem grünen Ton erwartete. In Loreto bezogen wir das Hotel Hacienda Suites. Hier übernachtete z.B. die Reisegruppe unserer deutschsprachigen Baja California Rundreise. Vom Hotel ging es ein paar Blocks ins Zentrum. Nachdem wir die meiste Zeit des Tages im Auto gesessen hatten, war das eine willkommene Abwechslung. Das Zentrum der kleinen Stadt wirkte beschaulich und sehr friedlich. Ein kurzer Absacker war gerade noch drin und gegen 22 Uhr fielen wir wieder total erschöpft ins Bett.

Erinnerungsfoto mit unseren Kunden plus Guide und Fahrer4. Tag, 17. März
Am nächsten Morgen trafen wir beim Frühstück die deutsche Reisegruppe, die gerade auf der Baja unterwegs war. Wir plauderten mit dem Guide Juan, der uns gleich verriet an welchen Stränden wir heute halten sollen und wir befragten unsere Kunden, wie Ihnen die Reise gefällt. Sie waren schwer begeistert von der Baja California Rundreise! Dieser Kundenkontakt gefällt uns am besten – direkt im Lieblingsland Mexiko mit traumhaften Guten Morgen Wetter. Gegen 9 Uhr ging es dann weiter und wir waren gespannt auf die tollen Standtipps, entlang der Bahia Concepcion. El Burro Playa in der Bahia ConcepciónNach einer Stunde Fahrzeit sollte es auch so weit sein, vor uns eröffnete sich das strahlende Blau der Bahia Concepcion. Auf dieser Strecke kann man schon eine Menge Fotos verschießen. Die beeindruckende, trockene Kakteenwelt, der blaue Himmel und dann dieses türkisblaue Wasser, einfach der Wahnsinn. Den ersten Badestopp legten wir am Playa del Burro (ca. bei km 110) ein. Hier standen geschätzte 20 amerikanische Camper und man muss schon sagen, sie hatten sich ein tolles Plätzchen zum Überwintern ausgesucht .  Mit unserem kleinen Chevrolet stellten wir uns zwischen die Giganten mit Vorzelt. Direkt vor unserer Nase lag nun das spiegelglatte Wasser. Die kühle Erfrischung tat gut. Am Strand gab es noch ein kleines Restaurant, aber wir waren vom Essen nicht so begeistert.

Punta Chivato - Posada de las Flores HotelDann ging es weiter nach Punta Chivato. Da wir schon einige Gäste im Hotel Posada de las Flores hatten, wollten wir uns dieses Hotel auch mal anschauen. Von der MEX1 dauerte es auf der Schotterstraße 45 min bis zum Hotel (für 18km!!!). Für diese Strecke ist ein Jeep wirklich von Vorteil. Rasen kann man damit zwar auch nicht, aber wichtiger ist ja auch, dass man höher liegt und somit die lockeren Steine nicht dem Unterboden schaden.

 

Meerblick Punta ChivatoNach der Holperpiste erwartete uns ein traumhaftes Hotel am Golf von Californien, das Posada de las Flores. Ein Mitarbeiter führte uns durch das Hotel und wir genossen die traumhafte Ruhe. Allzu gern hätten wir uns an den Pool gelegt oder wären gern in den Golf zum Schnorcheln. Das Ambiente der Hotelanlage ist schon besonders – die rustikale Einrichtung, der gepflegte Kakteengarten – alles in allem eine Oase der Ruhe.  Schade, dass es für uns schon wieder weiter ging.

San Ignacio Springs B&BGegen 18.30 Uhr erreichten wir das Dörfchen San Ignacio. Hier sollte uns das Ignacio Springs für die nächsten 2 Nächte beherbergen. Es ist kein gewöhnliches Hotel: geschlafen wird in sehr komfortablen Jurten. Die Besitzer Terry und Gary sind Kanadier und absolut bezaubernd. Sie kennen sich unheimlich gut aus in der Region und stehen ihren Gästen mit Rat und Tat zur Seite. Fragt man Gary nach einem Ausflugstipp erzählt er drauf los und mag gar nicht mehr aufhören. Terry ist eine begnadete Köchin – am Abend bereitet sie das Dinner für alle Gäste zu. Man isst gemeinsam an einem großen Tisch und erzählt sich von seinen Abenteuern auf der Baja. Cardon KaktusNatürlich ist derzeitig das Whale watching ein sehr großes Thema. Jeder zeigt seine Fotos auf dem Display der Kamera oder Videos auf dem Handy. Wir unterhalten uns mit einem belgischen Kakteenfan. Die Kakteen sind seine große Leidenschaft und hier auf der Baja California kann er dieser Lust uneingeschränkt nachgehen. Für ihn ist es ein Eldorado hier – begeistert erzählt er uns von den vielen endemischen Arten hier auf der trockenen Halbinsel.

Nach dem netten Abend ging es für uns in die Jurte. Hier gab es sogar einen kleinen Heizradiator. Es war so super gemütlich in unserer Jurte und wir waren froh, hier noch eine weitere Nacht erleben zu dürfen.

5. Tag, 18. März
Nach einem reichhaltigen, deftigen Frühstück (mit Würstchen aus eigener Herstellung, Pancakes, dicken Toastscheiben, so richtig, wie es der Amerikaner / Kanadier mag) ging es gegen 8.30 nach Guerrero Negro (145 km, ca. 1,5 – 2 h Fahrt). Um 11 Uhr sollte die Whale watching Tour vom Hotel Malarimo starten. Das Wetter war leider nicht so prickelnd, es war windig und kalt. Der morgendliche Regen war zum Glück vorbei, aber die Sonne wollte sich noch nicht zeigen. Die Tour sollte insgesamt 4 h dauern: jeweils 0,5h Fahrt durch die Salzgewinnungsanlage zum Bootsableger und 3 h Whale Watching. Die See war rau und die kleinen Nussschalen schauckelten ganz schön auf dem Wasser.
Grauwal in Guerrero NegroNach ca. 20 min Fahrt hinaus in die Laguna Ojo de Liebre sahen wir die ersten Riesen aus dem Wasser auftauchen. Es war ein ganz anderes Gefühl als in Lopez Mateos wo es vergleichsweise beschaulich zuging. Hier sah man ab und zu mehrere Wale gleichzeitig hervortauchen und prusten und dazu der starke Wellengang – es war ganz schön abenteuerlich. Nach der Hälfte der Zeit wurden wir mit einem kleinen Snack versorgt – Thunfischsandwiches – wie passend ;) . Marlen war leider nicht mehr nach Essen und Walen zu Mute und Seegang anfällige Leute sollten immer ein paar Pillen einnehmen um die Tour genießen zu können. Es waren hunderte Tiere die uns hier begleiteten – auch wenn nicht so zutraulig wie in Lopez Mateos. Am Ende der Tour riss jedoch der Himmel auf und einige zahmere Walen kamen immer wieder nah an das Boot heran, um uns auf Wiedersehen zu sagen.
Ein paar Seelöwen, die sich auf einer Plattform sonnten sahen wir auch noch und dann ging es wieder an Land zurück. Die riesigen Salzgewinnungsanlagen zogen wieder an uns vorbei und es war schade, dass während der Tour nur ganz kurz darauf eingegangen wurde. Immernoch etwas flau im Bauch schauten wir uns noch kurz das Malarimo Hotel an – befanden es für eine Nacht ok – waren aber froh heute Nacht wieder in unserer geliebten Jurte schlafen zu dürfen. Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich noch nach Punta Abreojos weiter . ein Tipp von Garry . Hier soll es eine interessante Austernfabrik geben, man kann an den Stränden hunderte Sand Dollar finden und im kleinen touristischen Komplex Campo Rene können Kayaks oder Angelausflüge gebucht werden: http://www.camporene.com/
Kakteengarten auf dem Weg nach San IgnacioLeider waren es von der Mex1 mind. 1 h Fahrt und wir hätten nur noch knapp ne Stunde Tageslicht gehabt. Ein kurzes Stück sind wir aber trotzdem in die abzweigende Landstraße hineingefahren, um die wunderschönen Kakteen am Wegesrand in Ruhe bestaunen zu können. Wir hätten so gern einen blühenden Kaktus gefunden aber die Kaktusblüte soll wohl lt. Unserem belgischen Botaniker erst im Mai los gehen und da es vorab so gut wie nicht geregnet hatte standen die Chancen schlecht…naja einen kleinen Kaktus mit Blütenansatz haben wir trotzdem gefunden.
Pünktlich zum Abendessen standen wir wieder im Igancio Springs auf der Matte und liessen es uns schmecken. Leider kühlte es sich abends ganz schön ab und wir hieltene s heute nicht mehr so lang draussen aus und gegen 21 Uhr lagen wir im gemütlichsten Bett der Reise.

B&B San Ignacio Springs Gastgeber6. Tag, 19. März
Gut gestärkt und nach einer Besichtigung weiterer Yurten verließen wir heute etwas wehmütig Gary und Terry und die Oase San Ignacio. Die beiden sind wirklich tolle Gastgeber und man hat sofort das Gefühl bei Freunden einzukehren. Auch die anderen Yurten waren wunderschön und wir können diesen Ort allen Individualreisenden sehr empfehlen. Nach einer kurzen Besichtigung des Zentrums San Ignacios fuhren wir zunächst zum Touristenzentrum bei den 3 Vulkanen „Tres Virgines“. Blick auf den Vulkan Tres VirgenesHier hatten wir eine kleine Führung mit Maria Esther. Sie zeigte uns die niedlichen Holzhütten, die man anmieten kann – gerade wurden sie z.B. von Jägern genutzt, denn von Dez. bis Ende März ist hier Jagdsaison. Der Blick auf die Vulkane (die sogar noch aktiv sein sollen) ist wunderschön. Maria Esther erzählt uns von den mehrtägigen Wandertouren durch die Sierra. Sie macht uns neugierig auf diese Abenteuer, aber wir müssen ja schon wieder zurück – bis nach Loreto.

vor der Mision MulegeAuf dem Weg stoppen wir in Mulege. Hier besuchen wir die Mision, die auf einem kleinen Berg thront. Von dort hat man einen fantastischen Blick über eine kleine Palmenoase. Die Mision ist wunderschön … rundherum wachsen die Kakteen, es fliegen leuchtend gelbe Vögel herum und der Sandstein der Kirche leuchtet toll. Nach der Besichtigung freuten wir uns schon wieder auf die Strände der Bahia Concepcion. Diesmal hielten wir am Strand Posada Concepcion. http://www.posadaconcepcion.net/

Hier haben die Wohnmobile sogar richtige Vorgärten, mit gepflegten Blumenrabatten. In der Anlage gibt es auch ein Hostel mit einem angeschlossenen Bäcker. Dort haben wir die Hamburgerin Lily kennengelernt. Sie hat schon lange kein Deutsch mehr gesprochen – eigentlich redet sie den ganzen Tag nur Englisch mit den zahlreichen Amerikanern der Anlage. Der Strandabschnitt war wunderschön. Wir spazierten ein wenig durchs seichte türkisblaue Wasser und genossen es einfach nur, auf der Baja zu sein. Den nächsten Stopp machten wir am Playa Requeson. Hier gab es nur ganze wenige wilde Camper und der Strand wirkte unberührt. Auch wenn wir uns bestimmt schon mehrfach wiederholt haben: es war einfach traumhaft!

Posada de las Flores in LoretoAm Abend erreichten wir dann Loreto. Bevor es in unser Hotel ging, schauten wir uns noch das Hotel Posada de las Flores, am Marktplatzt an. Wie auch schon das Posada de las Flores in Punta Chivato zeigte sich dieses Haus von einer sehr individuellen Seite. Der Kolonialstil des Hotels war sehr schön. Die 15 liebevoll dekorierten Zimmer, der Pool auf dem Dach, der offene Restaurantbereich für das Frühstück mit traumhaften Blick auf Loreto – das alles hatte sehr viel Charme.

Abendlicht über dem Zocalo in LoretoDann mussten wir uns noch schnell um die Tour am nächsten Morgen zur Isla Coronado kümmern. Wir besuchten das Büro unserer Agentur in Loreto. Celso erzählte uns, dass es wohl gerade sehr windig sei (durch die sog. Nortes) und wir sehr früh raus müssten, wenn es lt. Vorhersage noch windstill sein soll. Gegen Mittag sollten die Winde dann wieder stärker werden. So verabredeten wir uns für den nächsten Tag um 8 Uhr. Mittlerweile war es schon dunkel und die Stadt wurde vom romantischen Laternenlicht erhellt und wir entschieden uns für ein Dinner auf dem kleinen Marktplatz. Das Restaurant Mita platzte fast aus allen Nähten, aber wir ergatterten noch einen Platz im Freisitz. Bei toller Live-Gitarrenmusik genossen wir die sehr gute mexikanische Küche und ließen diesen wundervollen Tag ausklingen.

Blick auf Loreto - auf dem Weg zur Isla Coronado7. Tag, 20. März
Um 8 Uhr waren wir startklar für die Tour zur Isla Coronado. Mit Celso fuhren wir zum Malecon (Hafenpromenade), wo wir am Bootsanleger auf unser Boot mit Fahrer trafen. Als wir losfuhren war das Meer wirklich spiegelglatt und Loreto bot einen wunderschönen Anblick vom Boot aus. Die erste Überraschung war eine gigantischer Schwarm Delfine, geschätzte 200 Delfine oder mehr. Wir verfolgten sie mit dem Boot. Sie waren so unsagbar schnell und schwammen mit dem Boot um die Wette – ein unsagbar schöner Moment. Delfinschule auf dem Weg zur Isla CoronadoNach den Delfinen sahen wir faule Seelöwen und auch einen Blaufusstölpel. Doch dann kam die schönste Überraschung: ein weiterer Traumstrand. Der Sand war kreideweis und das schönste daran, ohne Menschen. Hier gibt es eine kleine Öko Toilette und sonst nichts. Celso erzählte uns, dass man hier auch wunderschön zelten kann. Wir stellten uns vor, wie beeindruckend hier der Sternenhimmel sein muss. Das Wetter lud leider nicht zum Baden ein, aber bei den richtigen Temperaturen kann man hier gut Schnorcheln. Strand Isla CoronadoNach ca. 1 h und leckeren Burritos zum Mittag mussten wir dem Strand der Bahia Luz auch leider schon wieder Lebewohl sagen. Allzu gern hätten wir hier noch einige Zeit verharren können, um auf das türkisblaue Wasser zu blicken. Gegen 12 Uhr erreichten wir wieder den Bootsanleger und es war höchste Eisenbahn! Die Windböen waren kräftig und der Himmel war nicht blau wie am morgen sondern eher düster, bräunlich – gefährlich. Heute sollte wohl keiner mehr mit dem Boot rausfahren. Wir waren glücklich, die Isla Coronado noch gesehen zu haben. Posada del CortezGleich im Anschluss besuchten wir noch ein kleines Boutique Hotel die Posade del Cortez. Auch ein sehr empfehlenswertes Hotel: klein und fein jedoch ohne Verpflegung. Die zentrale Lage macht dies jedoch wett da man rund um das Hotel jede Menge kulinarische Alternativen findet.

Als wir uns auf den Weg nach La Paz machten, war es mittlerweile schon fast 14 Uhr und vor uns lagen noch 356 km. Gern hätten wir auch noch die wohl sehr schöne Mision San Javier bei Loreto besucht aber das ist auch eine Tour für einen Ganztages Ausflug und leider nicht mehr machbar heute.
Obwohl wir vom morgigen Ausflug ganz schön kaputt waren, schafften wir es sicher nach La Paz (leider wieder im Dunkeln). Hier fielen wir nach einem Abendessen im Restaurant des Hotels Marina nur noch müde ins Bett.

Posada de las Flores La Paz8. Tag, 21. März
Nach einem weiteren sonnigen Frühstück mit Blick auf den Hafen hieß es packen und auschecken. Unser letzter Tag auf der Baja Sur hatte begonnen und wir wollten uns noch das dritte der Posada de las Flores Hotels anschauen. Etwas weiter stadteinwärts direkt am Malecon gelegen hat es einen tollen Blick auf das Meer und durch die typische, koloniale Bauweise ist es leicht zu finden. Die Rezeptionsmitarbeiterin führt uns durch die verschiedenen Zimmerkategorien und wir sind wieder einmal begeistert- Insgesamt gibt es 5 Standard Zimmer und 3 Suiten – alles sehr schön mit Liebe zum Detail dekoriert. Es gibt einen offenen Frühstücksbereich mit Blick aufs Meer, eine Sala und Pool und durch die intime Größe hat man das Gefühl sich in einem privaten Anwesen zu befinden -  so ein Häuschen hätten wir auch gern.
Patio im El Angel Azul B&BAnschließend hatten wir nach kurz Zeit durch das Zentrum zu schlendern – auf der Suche des B&B El Angel Azul. Nach einigem Suchen fanden wir die niedlige Oase, die von einer Schweizerin geführt wird. Die 10 Zimmer befinden sich in einem denkmalgeschützten Gebäude – verteilt um einen traumhaft mexikanischen Patio. Besonders beeindruckt waren wir von der Master Suite zu der eine tolle private Terrasse gehört und am liebsten hätten wir uns hier auch gleich eine Nacht einquartiert. Gegen Mittag sollten wir aber unseren Mietwagen wieder bei Europcar abgeben wo wir pünktlich ankamen – natürlich ohne vorher getankt zu haben. Malecon in La PazDies holten wir schnell nach denn die Tankstelle war nur 3 Blocks entfernt. Europcar hätte für den Liter Benzin das Doppelte verlangt.
Insgesamt sind wir ca. 1910 km gefahren und haben für 1740 MXN getankt…vielleicht auch etwas mehr also rund 110 Euro. Der Liter Normal Benzin kostete um die 10 Peso. Im Vergleich zu unseren Preisen also ein reines Fahrvergnügen.

 

Baja FerriesDie Tage auf der Baja vergingen viel zu schnell aber wir freuten uns natürlich auch auf die kommende Zeit im Kupfer Canyon.
Nach der Mietwagenübergabe wurden wir zum Fährableger der Baja Ferries gebracht. Hier sollten wir schon 2 h vorab da sein – keine Ahnung warum denn es ging problemlos die reservierten Tickets am Schalter zu holen..naja aber sicher ist sicher. Das Gepäck wurde dann zügig verladen und um 14:30 Uhr stießen wir in See. Sieben Stunden Fähre standen uns bevor. Die zugewiesenen Sitzplätze verströmten wenig Behaglichkeit und so erkundeten wir erstmal die Decks und Einrichtungen des Schiffes. Baja FerriesGelandet sind wir dann im Speisesaal. Im Ticketpreis war ein Essen inkludiert welches wir uns schmecken liessen. Leider diesmal bei mir (Ireen) mit unerfreulichen Folgen in Form von Seekrankheit. Angeblich schaukelt sich der Klumpen Essen im Magen auf und man fühlt sich hundeelend. Nach Toilettengang und Seekrankheit Pille ging es aber wieder besser und wir genossen die Fahrt lesend an Deck. Ein romantischer Sonnenuntergang durfte nicht fehlen und als es dann dunkel wurde standen uns noch ca. 3 h Fahrt bevor.
Kabine Baja FerriesJetzt ne Runde schlafen wäre nicht schlecht dachten wir und wir liessen uns die Kabinen zeigen. Diese sind einfach eingerichtet und bieten Platz für bis zu vier Personen. Ein kleines Bad war auch dabei. So im Nachhinein ist es vielleicht nicht schlecht auch auf der Tagfahrt den Aufpreis für die Kabine zu zahlen. Bei 4 Personen lohnt es sich allemal. Naja wir hielten tapfer durch und unter der Obhut eines kanadischen Touris trauten wir uns in die Bar des Schiffes. Die Gestalten sahen im bläulich, weissen Licht schon etwas gruselig aus und die meisten Herrschafften saßen dort schon seit Stunden in Begleitung von cerveza, tequila und Pedro Infante auf dem Monitor. Baja Ferries im SonnenuntergangUnseren Mägen ging es auch wieder gut aber das Bier half nicht unbedingt beim Augen aufhalten. Unser Kanadischer Begleiter quatschte uns in Grund und Boden und wir waren froh als es gegen 21:30 Uhr endlich wieder an Land ging.

Fortsetzung zum Kupfercanyon folgt…..

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Reisebericht Mexiko: Koloniales Hochland

19. April 2012 Ireen
Aktuelles

Vom 11.3. – 03.04.2012 war Mattes, ein begeisterter Mexiko Fan, im Kolonialen Hochland Mexikos unterwegs. Er hat alles selbständig organisiert und uns freundlicherweise seinen interessanten Reisebericht zur Verfügung gestellt. Viel Spass beim Lesen:

Hallo ihr Beiden,

zurück aus Mexiko, zurück von einem fantastischen Trip voller Eindrücke und Emotionen. 3 ½ Wochen Mexiko pur und oftmals abseits der üblichen Touristenpfade.
Bernal und Tequisquiapan haben leider nicht geklappt von Zacatlán aus, aber es war auch so wieder einmal traumhaft.

Doch der Reihe nach:

Blick von der Frühstücksterrasse des Holiday Inn ZocaloWie immer mit Lufthansa von Frankfurt nach Mexiko City direkt, diesmal für knapp 700€ hin und zurück.
In Mexico City hatten wir 2 Übernachtungen im Holiday Inn Zócalo. Kann ich uneingeschränkt empfehlen. Freundliches Personal, saubere Zimmer, gutes Frühstücksbuffet, beste Lage und natürlich die fantastische Dachterrasse mit Blick auf die Kathedrale und den Nationalpalast. Ideal, um das Centro Histórico mit seinen Sehenswürdigkeiten wie Bellas Artes, Alameda Central, Torre Latinoamericana, Templo Mayor, Zócalo und mehr zu erkunden.

Zacatlan

Nach 2 Übernachtungen vom TAPO mit dem Bus weiter nach Zacatlán de Manzanas im Bundesstaat Puebla. Auf dem Hinweg sind wir in Puebla umgestiegen, in Zacatlán haben wir dann entdeckt, dass es auch eine Direktverbindung gibt.
Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden. Großartige Landschaften entschädigen uns dafür und bis Puebla begleiten uns die beiden großen Vulkane Popocatépetl und La Mujer Dormida. Beeindruckend und für mich immer wieder ein Erlebnis.

Zacatlan Pueblo Magico

Zacatlán, dass sich seit kurzem zu den Pueblos Mágicos zählen darf, ist ein netter kleiner Ort, durchaus sehenswert, inmitten einer grandiosen Landschaft.
Hier haben wir uns in der Hacienda Casa Grande einquartiert. Einfach, sauber, ruhig gelegen in einer Seitenstraße und keine 5 Min zu Fuß vom Zentrum entfernt.
Doppelzimmer mit Übernachtung und Frühstück für ca. 30€.

 

Tuliman Tagesausflug ZacatlanZacatlán liegt am Rande einer imposanten Schlucht, die man zu Fuß gut erkunden kann. Am besten mit dem Taxi in ca. 10 Min nach Tulimán. Von dort geht es mit einem Führer für wenig Geld zu beeindruckenden Wasserfällen, Hängebrücken, wilden Flüssen und tollen Landschaften.
Empfehlenswert!

Unsere mexikanischen Freunde haben uns außerdem zu einem Tagesausflug in die Sierra Norte de Puebla mitgenommen.
Tagesausflug Sierra Norta - Zapotitlán de Méndez2 ½ Stunden Autofahrt über Passstraßen und Serpentinen in das Land der Totonaken. Auch hier wieder unglaubliche Landschaften mit Wasserfällen, tiefen Tälern, steilen Berghängen, an denen kleine Dörfer zu kleben scheinen, vorbei an indigenen Ansiedlungen, Campesinos mit schwerbeladenen Eseln, Plantagen bis hin nach Zapotitlán de Méndez inmitten dieser atemberaubenden Berglandschaft. Nur die Rufe tropischer Vögel haben die Mittagsstille in diesem schwülen, schweißtreibenden Örtchen unterbrochen.
Blick auf TlaxcalaHier waren wir als Deutsche nun wirklich die Exoten. Bin ich aber ganz gerne mal… ;-)
Unser eigentliches Ziel waren hier aber die Grutas Karmidas, die Tropfsteinhöhlen: http://www.mexikolinks.de/staaten/puebla/zapotitlanDeMendez.htmlein echtes Abenteuer mit einheimischen Führern durch Wasser zu waten und durch enge Stollen zu klettern um die Höhlen zu erreichen. Aber absolut lohnenswert.
Abends waren wir wieder zurück in Zacatlán nach einem wirklich beeindruckenden Tag abseits der üblichen Touristenpfade. Mexiko pur!

TlaxcalaVon Zacatlán haben wir noch einen weiteren Ausflug unternommen, nach Tlaxcala, der Hauptstadt des gleichnahmigen Bundesstaates.
Durchaus sehenswert mit einer mächtigen Kirche und einem schönen Zócalo umrahmt von alten kolonialen Gebäuden.

Nach einer Woche hieß es dann Abschied nehmen von unseren Freunden. Zurück nach Mexiko City und mit dem Flieger nach Puerto Escondido.

Puerto Escondido - Playa ManzanilloHier hatten wir das Hotel Santa Fe gebucht mit einer wirklich schönen Gartenanlage.
Eine erholsame Woche, relaxen an Strand und Pool in tropischer Hitze und dann ging es mit dem Bus weiter Richtung Süden nach Huatulco.
Hotel Flamboyant, direkt im Zentrum von La Crucecita. Einfach, sauber, mit Pool, freundliches Personal, nettes Ambiente. Doppelzimmer mit Übernachtung und Frühstück für ca. 38€. Nach 2010 sind wir hier jetzt erneut abgestiegen.

Huatulco - La CrucecitaHuatulco ist eigentlich fast mein Geheimtipp. Ich war jetzt das zweite Mal dort und war wieder begeistert. Huatulco ist noch ein wenig wärmer als Puerto Escondido aber so will man das doch schließlich im Urlaub, oder?
La Crucecita ist ein überaus niedlicher Ort. Sehr sauber, mit vielen guten Restaurants, Bars und Shops und wenn man im März vor den mexikanischen Osterferien fährt, auch sehr ruhig.

 

Hotel Flamboyant in HuatulcoEs gibt einige sehr schöne Badebuchten, die man schnell und unkompliziert mit dem Taxi für ca. 1,50€ erreicht. Ich bevorzuge hier die Playa Santa Cruz. Es gibt Liegen, Stühle, Tische, Sonnenschirme. Man bekommt frisch gefangenen gegrillten Fisch. Man kann Schnorcheln und viele Arten von Wassersport betreiben. Huatulco…immer wieder und sicherlich auch 2014 wenn es wieder rübergeht.

 

Fiesta Inn Airport Mexico CityNach einer Woche war aber leider auch hier für uns Schluss und es ging per Flug zurück in die mexikanische Hauptstadt.
Hier hatten wir noch eine Übernachtung im Fiesta Inn Aeropuerto. Alles top, sogar mit Pool. Reichhaltiges Buffet, Shuttleservice zum Flughafen. Kann man empfehlen.
Vor 2 Jahren hatten wir uns ein paar Meter weiter im Ramada Aeropuerto einquartiert. War auch ok, Zimmer hatten allerdings keine Fenster, nur einen Lichtschacht. Aber für eine Nacht kein Problem.

Coyotenbrunnen - Wahzeichen CoyoacansAm nächsten Abend ging es dann nach einem letzten schönen Ausflug nach Coyoacan zurück ins kalte Deutschland.
Jetzt heißt es warten auf 2014. dann stehen Acapulco, Huatulco, DF und Oaxaca mit Monte Alban und Tule auf dem Programm.

Alles in allem hat wieder alles hervorragend geklappt. Alle Flüge, auch die Inlandsflüge waren pünktlich und einwandfrei, die Hotels in Ordnung, die Busfahrten problemlos.
Mexiko hat uns mit offenen Armen empfangen, wir haben uns nie bedroht gefühlt, hatten zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Unsicherheit, waren nie kritischen Situationen ausgesetzt und haben ausnahmslos freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen.
Wie immer, könnte ich jetzt sagen
Selbst das Erdbeben, das wir am Flughafen von Mexico City erlebt haben, verlief glimpflich.

Reisezeit war im Übrigen vom 11.03.12 – 03.04.12

Vielleicht waren ja ein paar neue Anregungen für euch dabei. Würde mich freuen.

Liebe Grüße

Matthias Clausing (Mattes)

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Tags: Huatulco, Koloniales Hochland, Pueblos Magicos de Mexico, Puerto Escondido, Tlaxcala

Der Dresdener Kodex: ein bibliophiler Schatz und Schlüssel zum Wissen der Maya

22. März 2012 Barbara
Aktuelles, Veranstaltungstipps

Was hat Dresden mit den Maya zu tun?

Eine Mexikanische Besucherin sagte bei ihrem Besuch vor einigen Jahren in der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden: “Wir kann sagen traurig, weil die Espanier haben alles verbrannt. Ist wie die Pilger für die katholische Kirche, wir suchen immer Paris, in Madrid, überall wo, und ich hab gelesen, dies ist die schönste von allen. Und ich freu mich, dass ist hier in guten Händen. Schade, dass nicht alle Mexikaner können nach Dresden kommen und kucken diese Wunder”.

Insgesamt drei Maya-Handschriften – bezeichnet als Kodizes – sind der Welt erhalten geblieben: einer, der kürzeste ist am schlechtesten erhaltene und liegt in Paris, der Pariser Kodex. Der umfangreichste und wahrscheinlich auch jüngste ist der Madrider Kodex. Der schönste aber und vielleicht auch am besten erhaltene ist der Dresdener Kodex, der in der SLUB (Sächsiche Landesbibliothek/ Staats- und Universitätsbibliothek), inzwischen auch digital im Netz zu finden unter www.slub-dresden.de
Nur das Dresdner Dokument enthält einen Kalender und ein Apokalypse-Bild, auf dem eine Art Sintflut, begleitet von mythischen Drachengestalten, zu sehen ist. Die Handschrift gliedert sich in mehrere Teile.
Teile der Handschrift sind nur schwarz weiss, dann gibt es welche, wo das Zahlensystem der Maya gut sichtbar ist, durch Striche und Punkte, also in rot und in schwarzer Farbe, und dann gibt es wieder Blätter, die sehr viele Zeichen  und farblich unterlegte Bilder enthalten, die an Comics erinnern. Die Schrift ist nach Einschätzung der Bibliothek eine der bedeutendsten Zeugnisse vorspanischer Zeit in Amerika.
Sie besteht aus 39 Blättern aus Feigenbaumrinde, die zusammen 3,50 Meter Länge erreichen. Der Codex zeigt Hieroglyphen, Bilder und Symbole, mit denen Maya-Priester ihr Wissen über Krankheiten, Erntezeiten, religiöse Handlungen, Opferungen und Astronomie der Nachwelt erhielten. Der Kalenderteil konnte Ende des 19. Jahrhunderts von dem Dresdner Bibliothekar Ernst Wilhelm Förstemann entschlüsselt werden.
Im Jahr 1739 gelangte das Werk nach Sachsen. Damals erwarb der kurfürstlich-sächsische Hofkaplan und Bibliothekar Johann Christian Götze den Codex für die Dresdner Bibliothek aus dem Besitz eines Privatmannes in Wien, erst im 19. Jahrhundert wurde er als Handschrift der Maya erkannt. Das Original darf aus konservatorischen Gründ nicht berührt, bewegt oder transportiert werden.
Es befindet sich in einem temperierten Glaskasten in der Schatzkammer der Staatsbibliothek und kann dort besichtigt werden.

Jährlich strömen rund 4000 Gäste nur wegen der alten Maya-Handschrift in die Bibliothek, in diesem Jahr werden es sicherlich noch mehr sein. Denn laut Interpretation des “Weltuntergangs-Kalender” fällt die Apokalypse auf Freitag, den 21.12.2012. Aber das ist eine Prophezeiung, die jeder wissenschaftlichen Grudlage entbehrt. Vielmehr endet am 21. Dezember 2012 das 13. bak’tun, ein Zyklus von 144.000 Tagen, also 400 Jahren, in dem wir uns nach Maya-Zeitrechnung derzeit befinden, aber der Kalender endet nicht. Bibliotheksdirektor Bürger sieht dem Datum gelassen entgegen und gibt sich optimistisch: “Wir werden für diesen Tag eine Survival-Party organisieren.” Das scheint mir ein guter Veranstaltungstipp zu sein, um vorher den berühmten Kodex zu besichtigen, in die Maya-Welt einzutauchen und anschließend eine tolle Party zu feiern. Also auf nach Dresden!

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“Tianguis Turístico” erstmals in Puerto Vallarta – MEXICO-MIO- Frauen Ireen und Marlen werden dabei sein

16. Februar 2012 Barbara
Aktuelles

Puerto Vallata liegt nördlich von Acapulco an der Pazifikküste und ist neben Acapulco und Cancun das größte Seebad Mexikos. Ausgestattet mit einem  internationalen Flughafen findet hier 2012 Mexikos größte Touristikmesse vom 25. bis 28. März im Internatiomalen Convention-Center Puerto Vallarta statt. Die beiden MEXICO-MIO-Gründerinnen nehmen in diesem jahr wieder daran teil, nachdem sie bereits 2008 die Reisemesse – damals noch in Acapulco – besucht hatten.

Der Messebesuch Ende März ist der Höhepunkt ihrer diesjährigen Mexiko-Reise, die sie zuerst auf die Baja California Sur Halbinsel führt. Dort hoffen die MEXICO-MIO-Frauen auf die ultimative Begegnung mit den  Grauwalen, die sich von Januar bis März in den flachen, warmen Gewässern Bajas treffen und so ideale Bedingungen für Walbeobachtungen bieten. Erkundet wird die Baja diesmal mit dem Mietwagen, auch – um Kunden mit Anfragen nach individuellen Transportmöglichkeiten einen authentischen Bericht über die Verhältnisse geben zu können. Anschließend setzen die beiden mit einer der Baja Ferries von Pichilingue nach Topolobampo (Hafen bei Los Mochis) über, um anschließend den Kupfer Canyon zu erkunden. Auf dem Plan steht der Besuch von besonders empfehlenswerten Landschaften, touristischen Attraktionen im mexikanischen Norden sowie ausgewählter Unterkünfte und Hotels. Besonders freuen sich die beiden Leipziger Unternehmerinnen auf den Aufenthalt im Hotel Divisadero Barrancas, das direkt an der Felskante der Barranca del Cobre steht und einen tollen Blick über den Canyon und die umgebende Bergwelt bietet.

Schließlich geht es nach Puerto Vallarta in das geschäftige Treiben der Touristik-Messe, um neue Partner und deren Produkte kennenzulernen und weitere Anregungen und Empfehlungen zu sammeln.
Ireen und Marlen von MEXICO MIO sind als ausgewiesene Fachfrauen für Mexiko-Reisen  stets  im Dienste der Kunden unterwegs. Ihr Erfahrungsbericht ist wie immer im Anschluß an ihren Trip auf der Website nachzulesen.

 

Zunächst aber: Tengan buen viaje, señoritas

 

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