Chichen ItzaMexiko ist klar unser Favorit unter all den bei MEXICO MIO bzw. jetzt neu bei MIO TOURS angebotenen Reisezielen. Wir begründen es mit unserem subjektiven Gefühl … “Mexiko ist toll! Die Atmosphäre ist ganz anders! Die Leute sind so nett und entspannt!” usw. Aber es gibt auch ein paar “harte Fakten”, die die Spitzenreiterposition Mexikos unter all unseren lateinamerikanischen Reiseländern belegen. Neulich schauten wir uns die UNESCO-Weltkulturerbeliste an und stellten fest, dass Mexiko viel mehr zum Welterbe beisteuert als Peru, Venezuela, Ecuador Costa Rica und Guatemala zusammen.
Hier die Liste der UNESCO Weltkulturerbestätten Mexikos:

* Mexico (historisches Zentrum) und Xochimilco (K/1987)
* Präkolumbische Stadt und Nationalpark von Palenque (K/1987)
* Präkolumbische Stadt Teotihuacán (K/1987)
* Altstadt von Oaxaca und Ruinen von Monte Alban (K/1987)
* Historisches Zentrum von Puebla (K/1987)
* Biosphärenreservat Sian Ka’an (N/1987)
Teotihuacan 2007* Historisches Zentrum und Bergwerksanlagen von Guanajuato (K/1988)
* Ruinen von Chichen-Itza (K/1988)
* Altstadt von Morelia (K/1991)
* Präkolumbische Stadt El Tajin (K/1992)
* Lagune von El Vizcaino (Schutzgebiet für Wale) (N/1993)
* Altstadt von Zacatecas (K/1993)
* Felszeichnungen in der Sierra de San Francisco (K/1993)
* Klöster des 16. Jh. an den Hängen des Popocatepetl (K/1994)
* Präkolumbische Stadt Uxmal (K/1996)
* Denkmalensemble von Querétaro (K/1996)
* Cabañas-Hospiz in Guadalajara (K/1997)
* Denkmalbereich von Tlacotalpan (K/1998)
* Archäologische Stätten von Paquimé in Casas Grandes (K/1998)
Campeche* Archäologische Stätte Xochicalco (K/1999)
* Historische Stadt und Festung von Campeche (K/1999)
* Maya-Stadt Calakmul (Campeche) (K/2002)
* Franziskanermissionen in der Sierra Gorda in Querétaro (K/2003)
* Haus und Studio von Luís Barragán (K/2004)
* Inseln und Schutzgebiete des Golfes von Kalifornien (N/2005)
* Agavenlandschaft und historische Tequila-Produktionsstätten (K/2006)
* Universitätscampus der Universidad Nacional Autónoma de México (K/2007)
* Biosphärenreservat Mariposa Monarca (N/2008)
* Festung San Miguel de Allende und Wallfahrtskirche Jesús de Nazareno in Atotonilco (K/2008)

Und, habt ihr die Liste komplett durchgelesen? Insgesamt 29 Welterbestätten! Unsere Mexiko Rundreisen führen natürlich immer an vielen dieser berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei. Alle Stätten kann man während eines Mexiko Urlaubs aber nicht sehen. Wer nur bestimmte Sehenswürdigkeiten ansehen möchte, dem stellen wir natürlich gern eine individuelle Reise zusammen.
Sicher fragt ihr euch jetzt, wie viele von der UNESCO als schützenswert deklarierte Stätten es in den anderen mittel- und südamerikanischen Staaten gibt.

Machu Picchu PeruPeru besitzt immerhin 11 UNESCO Weltkulturerbestätten:
* Stadt Cuzco (K/1983)
* Inka-Bergfestung Machu Picchu (K/N/1983)
* Heiligtum von Chavin (K/1985)
* Nationalpark Huascaran (N/1985)
* Ruinenstadt Chan Chan (K/1986)
* Nationalpark Manú (N/1987)
* Nationalpark Rio Abiseo mit archäologischem Park (K/N/1990; 1992 erweitert)
* Franziskanerkloster und Altstadt von Lima (K/1988; 1991 erweitert)
* Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana (K/1994)
* Historisches Stadtzentrum von Arequipa (K/2000)
* Heilige Stadt Caral-Supe (K/2009)

Caral wurde erst 2009 in die Liste der UNESCO aufgenommen – es ist zu vermuten, dass die peruanische Liste auch noch wachsen wird, denn längst sind nicht alle historischen Stätten frei gelegt und erforscht. Der Sprung zu den anderen Ländern, die wir demnächst bei MIO TOURS anbieten möchten, ist dann ganz schön groß. Ecuador besitzt derzeit nur 4 Welterbestätten – das Land ist aber flächenmäßig auch viel kleiner als Mexiko oder Peru. Dafür zählen natürlich die Galapagos-Inseln, das Highlight für Biologen und alle anderen naturbegeisterten Südamerika-Reisenden, zu den Attraktionen Ecuadors:
Ecuador Natur* Nationalpark und Meeresschutzgebiet Galapagos-Inseln (N/1978; 2001 erweitert)
* Altstadt von Quito (K/1978)
* Nationalpark Sangay (N/1983)
* Historisches Zentrum von Santa Ana de los Rios de Cuenca (K/1999)

Venezuela kann immerhin drei UNESCO Weltkulturerbestätten aufweisen. Wer das Land bereist, wird aber sicher auch noch ein paar eigene Favoriten entdecken, die sich noch nicht auf der Liste der UNESCO befnden:
Canaima-Nationalpark* Historisches Zentrum und Hafen von Coro (K/1993)
* Nationalpark Canaima (N/1994)
* Universitätsstadt von Caracas (K/2000)

Costa Rica besitzt keine architektonischen Welterbestätten – dafür begeistert es mit ursprünglicher Natur:
* Naturschutzgebiet Talamanca und Nationalpark La Amistad (bis Panama) (N/GÜ/1983; 1990 erweitert)
* Nationalpark Kokosinseln (N/1997; 2002 erweitert)
* Schutzgebiet Guanacaste (N/1999; 2004 erweitert)

Arco de AntiguaGuatemela ergänzt mit seinen Maya-Stätten die lange Liste Mexikos. Tikal ist sozusagen das “Tüpfelchen auf dem i” für Lateinamerika-Urlauber, die sich auf den Spuren der Maya bewegen:
* Antigua Guatemala (K/1979)
* Nationalpark Tikal (K/N/1979)
* Maya-Ruinen und archäologischer Park Quirigua (K/1981)

Wir sind natürlich gespannt, welche Ausgrabungsorte, Naturschutzgebiete und Altstädte Lateinamerikas noch in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen werden. Über Machu Picchu in Peru baumelt hingegen seit längerem das “Damoklesschwert”, denn die UNESCO kritisiert, dass täglich zu viele Besucher in die heilige Stadt gelassen werden…
Und wenn wir dann irgendwann auch Brasilien in unser Sortiment an Rundreiseländern aufnehmen, kommen nochmal 17 neue UNESCO Weltkulturerbestätten hinzu…

Eigentlich ist die Weihnachtszeit bei uns schon wieder so gut wie vergessen – in den lateinamerikanischen Ländern jedoch noch nicht ganz: am 2. Februar feiern alljährlich viele Mexikaner, Peruaner, Chilenen, Kubaner usw. den “Día de la Candelaria”. Wie wir schon letztes Jahr kurz berichteten, bildet dieses fest den Abschluss der Weihnachtsfeierlichkeiten. In Mexiko ist es häufig üblich, dass die Person, die in ihrem Stück Kuchen “Rosca de Reyes” vom Dreikönigstag das Plastikpüppchen hatte, die “Fiesta de la Candelaría” ausrichtet. Meist werden Tamales und andere Maisgerichte vorbereitet. Das hat wiederum prehispanische Wurzeln, denn das Fest “Lichtmess” fällt zufällig mit dem 11. Tag des 1. Monats im mexikanischen Kalender zusammen. Dieser Tag diente traditionell der Verehrung der Götter des Wassers sowie ihren “tlaloques” (ihren Helfern).
In Peru wird der Día de la Candelería ebenfalls begangen – hier sticht vor allem die Stadt Puno am Titicaca-See mit ihren Festivitäten hervor. Lichtmess ist hier Anlass für bunte Tanzdarbietungen mit traditionellen Tänzen des Altiplanos und ganz Perus.

Im Anschluss an die Fiestas de la Candelaría (die in Puno zwei Wochen dauern) geht es im lateinamerikanischen Feierkalender schon mit dem Karneval weiter…

Zu Anfang des Jahres überschlagen sich die Medien immer mit Reiseempfehlungen und Top-Reisezielen auf der ganzen Welt. So wählte die New York Times “The 31 Places to Go in 2010” (”Die 31 Orte, die man 2010 besuchen muss”).
Bei allen Charts und Listen wird jedoch eins deutlich: Lateinamerika ist ein unbedingtes “Muss” für Reisefreudige.
Allein bei der NYT liegen drei der 31 Ziele in Mittel- und Südamerika: Costa Rica, Kolumbien und Brasilien.
Naturparadies Costa RicaCosta Rica soll der neue Geheimtipp unter Öko-Reisenden sein. Im Norden des kleinen Staates ist nun eine neue Vogelroute eingerichtet worden, die Vogelbeobachter und Naturliebhaber zu 15 verschiedenen Reservaten mit einer hohen Diversität an Vögeln führt.
Kolumbien, der zweite lateinamerikanische Staat auf der Liste der populären Zeitung, ist schon lange nicht mehr das gefährliche Land, das sich in der Hand unberechenbarer Drogenbosse befindet. Die Hauptstadt Bogotá wurde von innovativen Stadtplanern zu einer lebenswerten Metropole umgestaltet. Baumbestandene Straßen mit Fahrradwegen und einladenen Cafes prägen jetzt den Charakter einiger Viertel. Natürlich ist auch Bogotá von den gleichen Problemen wie andere südamerikanische Hauptstädte betroffen, hat jedoch einige zukunftsweisende Projekte in Angriff genommen (u.a. auch eine neue Buslinie). Neben Bogotá ist auch Catagena an der Karibikküste ein toller “Hot Spot” für Weltenbummler. Hier laden weiße Sandstrände und die entspannte Lebenseinstellung der Bewohner und Zugezogenen zum Verweilen ein.
Diese Eigenschaften treffen auch auf den dritten “Südamerikaner im Bunde” der NYT zu. Der brasilianische Bundesstaat Bahía soll langsam zum Lieblingsort des US-amrikanischen “Jet-Sets” avancieren. Besonders interessant ist die Region aufgrund der starken afrikanischen Einflüsse, die sich in der Kultur und dem täglichen Leben widerspiegeln. Hoteliers haben den Reiz Bahías entdeckt und eröffnen wunderschöne Lodges und luxuriöse Hotels.
Wir von MEXICO MIO sind froh, dass wir mit unserem “Baby” MIO TOURS den Zahn der Zeit schon ganz gut getroffen haben. Costa Rica, das im November von Ireen bereist wurde, steht ja unter anderem ganz oben auf der Liste unserer persönlichen Lieblingsländer in Lateinamerika. Wir organisieren Interessierten gern eine abwechslungsreiche Rundreise durch Costa Rica, bei der die üppige Flora und die artenreiche Fauna des mittelamerikanischen Landes in ihrer vollen Pracht bewundert werden können.
Machu-PicchuAußerdem gehört Peru zu unseren Favoriten. Das fand zwar bei der New York Times keine Erwähnung, wurde aber von anderen Medien zum “Star” unter den südamerikanischen Reisezielen gewählt. Das Modemagazin “Elle” machte Lima, die peruanische Hauptstadt, aufgrund der hervorragenden Restaurants und den attraktiven Kulturangeboten der neuen Szene zur aktuellen “heißen” Hauptstadt (”hot capital”) von Südamerika.
Die renommierte Zeitschrift Archaeology schrieb außerdem, dass der “Señor de Úcupe” zu den erstaunlichsten Entdeckungen des Jahres 2009 gehörte. Dabei handelt es sich um die ca. 1700 Jahre alte sterblichen Überreste eines Vertreters der Oberschicht der Moche-Kultur und dessen Grabbeigaben. Die Entdeckung in der Nähe von Chiclayo, an der nördlichen Küste Perus, gilt – neben dem “Señor de Sipan” – als wichtigste Ausgrabung der letzten Jahre.
Nachdem Ulrike im vergangenen Oktober Peru bereist hat, können wir diesen südamerikanischen Staat ebenfalls wärmstens empfehlen und haben ihn in unser Reiseprogramm von MIO TOURS aufgenommen. Gern organisieren wir eine schöne Reise für Gourmets, planen aber auch gern eine Reise zu einer Auswahl der interessantesten archäologischen Stätten Perus.

Piranhafischen in Los LLanos von VenezuelaUnd dann haben wir natürlich noch einen ganz besonderen Geheimtipp (denn der taucht dieses Jahr noch in keinen Listen auf): Venezuela. Nicht mehr lang und Marlen wird all ihre Reiseeindrücke gesammelt und auf unserer schönen, neuen MIO TOURS Seite veröffentlicht haben. Aber schon vorab: Marlen’s absoluter Favorit in Venezuela waren Los Llanos! Und natürlich freut sie sich schon auf die nächsten Kunden, für die sie eine Rundreise durch Venezuela organisieren kann…

PS: Ganz falsch kann die New York Times nicht liegen, denn sie hat auch unseren Firmensitz Leipzig als Attraktion in ihre 2010-Liste aufgenommen…

Köstliche Tamales

22 Jan 2010 In: Aktuelles

20080909_1977479680_1Tamales sind ein traditionelles amerikanisches Gericht, mit einer über 5000 Jahre alten Tradition. Der Grundstoff ist Masa (Mais)-Teig, dieser wird normalerweise gefüllt mit einer süßen oder herzhaften Füllung und dann eingewickelt in Pflanzenblätter (z. B. Banane) oder Maishülsen. Nachdem alle Zutaten übereinander geschichtet wurden, werden die Tamales gedämpft, bis sie gar sind. Der Maisteig hat dann eine kuchenteigähnliche Konsistenz. Tamales wurden ursprünglich als Ration für Krieger des historischen Amerikas zubereitet und waren so allgegenwärtig und unterschiedlich wie das heutige Sandwich.

20080909_1777859391_2Der Maisteig (Kugeldurchmesser ca. 2,5 cm) wird wie Butter mit einem Löffel auf ein Pflanzenblatt geschmiert. Anschließend wird die Füllung mit einem Löffel auf ein Pflanzenblatt aufgetragen. Die üblichste (und traditionelle) Füllung ist Schweine- oder Hühnerfleisch mit entweder roter oder grüner Salsa. Eine weitere traditionelle Variante ist es, der Maismischung Zucker hinzuzufügen und mit Rosinen oder anderen getrockneten Früchten zu füllen und somit eine süße Tamale herzustellen (tamal de dulce). Anstatt der Maisblätter werden in den tropischen Teilen des Landes, wie den Anrainerstaaten des Golfes von Mexiko, Oaxaca, Chiapas, und der Halbinsel von Yucatán, Bananenblätter verwendet. Die Seiten des Blattes werden zur Mitte hin gefaltet und anschließend ungefähr eine Stunde lang gedämpft, bis der Teig eine kuchenähnliche Konsistenz aufweist. Die Zubereitung ist oft ein sozialer Anlass, bei dem sich Freunde und Verwandte treffen, um hunderte Tamales zuzubereiten, Klatsch und Tratsch auszutauschen, Musik zu machen oder einfach nur zusammen zu sitzen und anschließend die fertigen Tamales aufzuteilen.

20080909_1628988931_4_002Tamales werden von Land zu Land zu unterschiedlichen Tageszeiten und in den unterschiedlichsten Variationen angeboten. In Mexiko z.B. sind Tamales ein zum Frühstück serviertes Gericht, das von Straßenhändlern in großen, dampfenden Töpfen (tamaleras) angeboten wird. An manchen Orten wie Zacatecas wird die Tamale oft in kleine Weizenbrote gelegt und wird so zur torta de tamal, die so reichhaltig ist, dass sie bis zur traditionell späten Mittagszeit reicht. In Kolumbien z.B. heißen sie Boyacense und Santandereano; in Peru wiederum werden die Tamales besonders scharf gewürzt und werden zusammen mit Oliven, Eiern, Erdnüssen oder einem Stück Chilischote serviert und in El Salvador und Honduras gibt es zum Mittagessen auch Fischtamales (Tamale pisque). In Guatemala gibt es zu den üblichen Varianten auch Tamales ohne Füllung, die als “Brot” oder sättigende Beilage einer Mahlzeit mit gereicht werden. Beliebt ist auch, um eine vollwertige Mahlzeit zu erhalten, die Tamales zusammen mit Atole, einer heißen Schokolade zu servieren.

20080909_1814063814_1Wer schon jetzt, vor dem nächsten Urlaub in Lateinamerika, mal einige Tamales-Varianten probieren möchte, kann dies tun, denn inzwischen gibt es sie auch in Deutschland: http://www.tamalesenalemania.de/

LaVidaLoca_poster_01Beim Dokumentarfilmwettbewerb Internationales Filmfest Innsbruck 2009 wurde dieser Film mit folgener Begründung ausgezeichnet: „La Vida loca zeigt ein Stück gnadenlose Realität. Gewalt wird nicht visualisiert, dennoch schwingt sie konstant im Hintergrund mit. Christian Poveda fand Zugang zu den salvadorianischen Jugendgangs „Mara 18“ und „Mara Salvatrucha“. Die Bandenmitglieder halten zusammen wie Pech und Schwefel. Sie haben und feiern ihre ganz eigenen Rituale.Einmal dort aufgenommen zu sein, bedeutet lebenslange Mitgliedschaft und vermeintlichen Schutz. Die Polizei hat gegen ihre Gewalt keine Chance.

Dass Povedas Werk kein Unterhaltungsfilm ist, wird nach den ersten Minuten deutlich: Starke Bilder und berührende Porträts verleihen dem Film ein menschliches Gesicht inmitten einer brutalen Welt und thematisieren den endlos scheinenden Teufelskreis.“  Die Untersuchung über die Entstehung des Phänomens Gewalt ist präzise und beeindruckend in Szene gebracht, ohne sie zu zeigen. Sie beschreibt den möglichen Entstehungsmythos des organisierten Verbrechertums und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft und somit die politischen und sozialen Hintergründe. Ein äußerst anspruchsvoller Film, der den Zuschauer möglicherweise etwas ratlos zurück lässt, vor allem da über die Brisanz der Situation in El Salvador in Europa sehr wenig bekannt ist.

In dreijähriger Arbeit hat der in Algier geborene Filmemacher das trostlose und gefährliche Dasein dieser Menschen beobachtet. Kurz nach Fertigstellung der Dokumentation bezahlte er seinen Mut mit seinem Leben. Unbekannte erschossen Poveda in seinem Wagen.

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MIO TOURS online!

15 Jan 2010 In: Aktuelles

das MIO TOURS LogoWir haben es ja bereits letztes Jahr in unserer Interviewserie anlässlich des zweiten Geburtstags von MEXICO MIO anklingen lassen: Unter dem Namen MIO TOURS werden wir nun auch allmählich Reisen nach Lateinamerika anbieten. Und so können wir mit ein klein wenig Stolz verkünden, dass unsere MIO TOURS-Webseite nun unter der Domain www.mio-tours.de online und erreichbar ist!!

MEXICO MIO wird nun um MIO TOURS erweitertWir hoffen, dass euch das Layout – das natürlich an dem der Mexico Mio-Webseite orientiert ist – gefällt. Wir haben jedenfalls heiß diskutiert, bis unsere Grafikerin Anna und wir einer Meinung waren. Derzeit befinden sich noch nicht so viele Inhalte auf der Seite (eigentlich gibt es bis jetzt nur ein paar News), aber das wird unsere Aufgabe für die nächsten Wochen sein. Wir werden euch ein paar schöne Touren durch Costa Rica, Venezuela, Peru, Ecuador und Guatemala (das sind die Länder, zu denen wir zunächst Rundreisen anbieten werden) zusammen stellen. Außerdem wird es natürlich nützliche Infos zu den einzelnen Reisezielen in Mittel- und Südamerika geben. Es bleibt also noch ein bisschen Spannung!

bald könnt ihr mit dem Faultier in Costa Rica kuschelnNatürlich nehmen wir trotzdem schon gern Reiseanfragen zu Rundreisen durch Costa Rica, Venezuela und Peru entgegen.

Denn unsere Reiseerfahrung haben wir ja parat – durch die Venezuela Rundreise von Marlen, die Rundreise durch Peru von Ulrike und die Costa Rica Rundreise von Ireen…

Hacienda Santa RosaEine Hochzeit soll etwas Besonderes und Einmaliges im Leben sein – so denken viele verliebte Paare. Für die Flitterwochen – oder sogar für die Hochzeitszeremonie – schielen Sie dann oft nach Übersee. Wer hat sich noch nicht vorgestellt, sich am Strand unter Palmen das “Ja”-Wort zu geben bzw. sich für die Tage nach der Hochzeit etwas ganz Einzigartiges zu gönnen?
Mexiko ist eines der Reiseziele, das derzeit schon bei Verlobten und frisch Verheirateten (vor allem aus den USA) beliebt ist – aber eine Hochzeitsreise nach Mexiko ist in Deutschland nach wie vor ein Geheimtipp. Dabei haben die Hotels – vor allem die Strandhotels an der Riviera Maya auf Yucatan – ganz individuelle Hochzeitsangebote. Strand vom Mahékal Beach ResortWir von MEXICO MIO arbeiten sehr gern mit dem Mahékal Beach Resort – ehemals Shangri La – in Playa del Carmen zusammen. Hier können sich unsere Heiratswilligen auf einen erstklassigen, zuvorkommenden Service und eine perfekt geplante Hochzeitszeremonie verlassen. Selbst Pärchen, die eine Lebensmittelallergie haben (zum Beispiel glutenfrei essen müssen), können ohne Bedenken im Mahékal übernachten – das können wir aus Erfahrung berichten. Das Mahékal – und natürlich auch die anderen schönen Cabañaanlagen in Playa del Carmen und Tulúm – liegt direkt am Strand, so dass die Verliebten den Wellen lauschen und des nachts den Sternenhimmel über sich geniessen könenn.

Aber nicht nur die Hochzeit am Strand von Mexiko bzw. entspannte Flitterwochen an der Riviera Maya sind etwas Besonderes. Im Anschluss an das schöne Ereignis kann das Brautpaar auch eine abwechslungsreiche Rundreise durch Mexiko bzw. durch Yucatán machen. Mexico Mio bietet eine traumhafte Tour zu den sehenswertesten Ausgrabungsorten mit Übernachtung in den schönsten Haciendas auf Yucatán an.
Eine Übernachtung in Haciendas gönnt man sich normalerweise nicht alle Tage. Deswegen dachten wir uns, dass die prächtigen Häuser mit den toll ausgestatteten Zimmern den riesigen Gärten und einem erstklassigen Service genau der richtige Ort für frische Verheiratete ist.
Pool der Hacienda UayamonWir haben viele der Haciendas schon selbst gesehen und kommen bei der Erinnerung an die komfortablen und individuellen Übernachtungen immer wieder ins Schwärmen. Nach einem ereichgnisreichen Tag in den archäologischen Stätten von Uxmal und Kabah verlockt beispielsweise die Hacienda Uayamon mit einem weitläufigen Grundstück. Ein riesiger Ceiba Baum, der schon über 100 Jahre alt ist, spendet Schatten. Unter Ceiba-Bäumen wurden früher, schon zu Zeiten der Mayas, Märkte, Feiern und Treffen abgehalten. Noch heute haben diese mächtigen Bäume eine besondere Ausstrahlung. Die Gebäude der Hacienda Uayamon sind alle restauriert, wurden jedoch nicht ihrem ursprünglichen Charme beraubt. Trotz der modernen und luxuriösen Ausstattung werden die Besucher an das Leben zur Kolonialzeit erinnert. Hacienda San Jose Junior SuiteAuch die Hacienda Temozon, die Hacienda Santa Rosa und die Hacienda San Jose stehen der Hacienda Uayamon in nichts nach.
Die 7-tägige Hochzeitsreise in Mexiko kann natürlich nach Belieben verlängert oder verkürzt werden.
Wir setzen unseren Kunden bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen für eine perfekte Hochzeitsreise nach Mexiko natürlich keine Grenzen. Im Gegenteil: beim Planen der Flitterwochen geraten wir selbst regelmäßig ins Träumen. Wir freuen uns schon jetzt auf viele spannende und romantische Hochzeitsreisen-Anfragen!

Mahékal Beach ResortUnser Lieblingshotel in Playa del Carmen – das Shangri La Caribe – änderte (wie bereits auf unserer Webseite angekündigt) am 24. Dezember 2009 seinen Namen in “Mahékal Beach Resort“. Aber es blieb nicht nur bei der Namensänderung, sondern auch die Zimmer der schönen Anlage wurden modernisiert. Mahékal soll die spanische Aussprache von “magical” sein, denn die Hotelanlage, der Palmengarten und die angrenzenden Strände sind wirklich magisch.
Die schönen Zimmer in den Cabañas des Mahékal Beach Resorts erhielten einen neuen Anstrich. Außerdem wurden im Zuge der Umbenennung die Bettlaken, Kissen, Decken und Überwürfe neu designt. In den Außenbereich wurde auch neuer Wind gebracht, am Charme und der tollen Entspannungatmosphäre hat sich natürlich nichts geändert.
Unsere Kunden und wir können uns nun auch auf Serviceverbesserungen in der Cabañaanlage in Playa del Carmen freuen (obwohl wir nie etwas am Service des Shangri La auszusetzen hatten). Schon zur Begrüßung wartet eine Flasche erfrischendes Mineralwasser auf die durstigen Gäste. Die Speisekarte wurde erweitert und bietet nun auch Spezial-Menüs, zum Beispiel ein Maya-Menü, an.
Strand Mahékal Beach Resort in Playa del CarmenNicht-Raucher werden sich freuen, denn in den Zimmern des Mahékal Beach Resorts ist das Rauchen nicht mehr gestattet. Raucher können zum Rauchen auf die Terrasse, in den Casa Club Bar oder in den weitläufigen Garten der Hotelanlage gehen.
Auch für Hochzeitsreisende ist das Strandhotel eine schöne Empfehlung – die Rundreiseroute durch Mexiko kann auch zum Mahékal Beach Resort führen. Natürlich lässt sich selbst die Hochzeit im Mahékal feiern und genießen.

Anlässlich der Namenänderung und der Umgestaltung der Cabañaanlage können wir unseren Kunden besonders gnstige Preise für das Strandhotel anbieten! Fragen Sie uns einfach nach den “Celebration”-Preisen für das Mahékal Beach Resort!

Wir sind wieder gut in Leipzig gelandet und die erste Woche in der Heimat ist schon fast wieder um – also Zeit wird’s euch von meiner Reise nach Costa Rica zu berichten. Wir waren insgesamt 1 Monat mit dem Mietwagen unterwegs und haben viel erlebt und gesehen im Land der Brüllaffen, Insekten und Quetzale…

Teil I – Vom Hochland in die Karibik
Am 4. November saßen wir also pünktlich im Flieger und waren recht froh den regnerischen und ungemütlich kalten Flughafen Tegel von oben zu sehen. Der Flug mit Continental Airlines war ganz ok , auch das Umsteigen in Newark ging diesmal ganz problemlos und um 22:30 Uhr Ortszeit landeten wir endlich in San Jose.
Nach einer kurzen Nacht erhielten wir pünktlich um 9 Uhr unseren Mietwagen und statteten Selena, der Managerin unserer Partneragentur für Costa Rica, einen Besuch ab, um noch einmal den gesamten Reiseverlauf zu besprechen. Sie riet uns davon ab noch weiter nach San Jose hineinzufahren, da die Stadt nicht wirklich viel Sehenswertes bietet.

Blick auf San JoseDiesen Eindruck kann ich leider generell für costaricanische Städte bestätigen, denn vergeblich ist man auf der Suche nach schönen kolonialen Gebäuden oder stilvollen Bauten. Die Häuser sind meist 1-2 stöckig und flach ohne Schnörkel mit Gittern vor den Fenstern versehen wie man es oft in lateinamerikanischen Ländern beobachten kann. Auch richtet man sich sehr stark am amerikanischen Bruder aus und Shopping Malls, Fast Food Ketten etc. säumen die Straßen. Es fiel uns also nicht schwer die Stadt am folgenden Tag zu verlassen, um nach San Gerardo de Dota zu fahren. Da es heute nicht ganz so wolkig war beschlossen wir unterwegs den Irazu Vulkan zu besuchen. Umgebung Vulkan IrazuÜber eine (für Costa Rica) recht gute und kurvenreiche Straße ging es vorbei an unterschiedlichsten Gemüsearten, die hier besonders gut auf den fruchtbaren Vulkanböden gedeihen. Im Nationalpark angekommen sollte man sich schleunigst mit Sonnencreme versorgen, da plötzlich ein kühler Wind weht und die Höhensonne nicht zu unterschätzen ist. Der Nationalpark rund um den 3432 m hohen Irazu Vulkan ist der älteste des Landes und umfasst eine Fläche von ca. 2300 ha.

Vulkan IrazúVulkan Irazu NationalparkZunächst besichtigten wir den gewaltigen Hauptkrater der ca. 300m tief ist und auf dessen Boden sich ein interessant anzusehender gelb, grünlicher Kratersee gebildet hat. Die Landschaft der Umgebung ist sehr karg und eine für Costa Rica ungewöhnliche Stille umgibt uns, da es hier oben keine Tiere oder Insekten gibt die uns mit ihren Stimmen begleiten. Da es ein Freitag war gab es auch nur wenig andere Touris und wir genossen den Ausflug. Wir sind anschließend auch noch zum Gipfel gefahren, aber leider ziehen hier extrem schnell Wolken auf und die im Reiseführer beschriebene einmalige Sicht auf beide Ozeane mussten wir uns dann denken.
Basilika von CartagoBasilika von Cartago_InnenUnseren Mittagsstopp legen wir in Cartago ein. Die Stadt war einst für ihre prunkvollen Kolonialgebäude bekannt jedoch ist nach zahlreichen Erdbeben davon nichts mehr übrig. Die einzige Sehenswürdigkeit bildet die beeindruckende Pilgerstätte und schönste Basilika Costa Ricas, die wir besichtigten. Ansonsten handelt es sich um eine verkehrstüchtige Stadt ohne nennenswerte Schönheiten.
Ziemlich durchschwitzt ging es dann weiter über die Panamericana auf den Cerro de la Muerte. Plötzlich ziehen wieder Wolken und dichter Nebel auf und die Fahrt ist nicht ganz ohne denn mit uns quälen sich viele LKWs über den Pass und die kurvige Strecke.

Nebelwald San Gerardo de DotaNebelwald San Gerardo de DotaIrgendwann zeigt das GPS rechts abbiegen an und unsere erste richtige Schotterpiste liegt vor uns. Wir schleichen in Richtung San Gerardo de Dota zur Savegre Mountain Lodge und während ich begeistert die Abhänge und grünen Täler bewundere kommt Kai ganz schön ins schwitzen. Ich persönlich empfand diese Gegend als besonders beeindruckend denn einen Nebelwald hatte ich bis dato nicht gesehen und ununterbrochen ergaben sich tolle Ausblicke auf Flüsse und knochige mit Moosen bewachsene Bäume und Wälder in denen sich der Quetzal versteckt hält. Gegen 16 Uhr kamen wir in der Mountain Lodge an und bezogen unser schönes Zimmer mit Kamin, den wir sofort einheizten, denn es hatte sich ziemlich abgekühlt hier oben.
Savegre Mountain LodgeQuetzale Savegre LodgeNach einer sehr kühlen Nacht erwartete uns ein sonniger Morgen den wir zu einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse nutzten. Die ersten Vogelliebhaber kamen von ihren Touren zurück und stolz wurde von den gesichteten Quetzalen berichtet. Wir hatten es heute früh nicht eilig und genossen den Sonnenschein. Bevor wir uns dann zu unserer Wasserfall Wanderung aufmachten sahen wir zwei Quetzale direkt vor unserem Bungalow in den Bäumen sitzen. Mittlerweile war es schon fast 10 Uhr und an der Rezeption wurden wir noch vor aufziehendem Regen gewarnt.

Bromelien bei San Gerardo de DotaSan Gerardo de DotaNaja wir nahmen unsere Regenjacken mit und nach ¾ Strecke gab es einen starken Schauer bzw. Dauerregen. Der als leicht und unbedenklich beschriebene Weg verwandelte sich in eine rutschige, matschige Angelegenheit aber zum umkehren war es zu spät und wir kämpften uns zum Wasserfall vor. Alles was ich durch meine zugekniffenen Augen sah war auch wunderschön, hätte aber bei entsprechendem Wetter mehr Freude bereitet ;)

Savegre Mountain LodgeEs sollte heute dann auch keine Regenpause mehr geben aber beim eingeheizten Kamin und einem guten Buch ließ es sich aushalten.
Der nächste Morgen wurde wieder mit herrlichem Sonnenschein eingeleitet und nach dem Frühstück verließen wir den Quetzal Nationalpark. Unterwegs musste ich mir unbedingt noch eine tolle Lodge anschauen. Die dazugehörigen Casitas besitzen teilweise verglaste Fassaden die einen atemberaubenden Blick auf den Nebelwald bieten. Lodge bei San Gerardo de DotaZum Hotel gehört eine wunderschöne Galerie mit speziell für den Besitzer hergestellten Kunstgegenständen und Artesanias. Eine wirklich schöne Unterkunft die ich gern einmal an zukünftige Costa Rica Reisende vermitteln würde.
Am frühen Nachmittag ging es dann über eine schöne Panoramastraße nach Turrialba. Die Gegend ist vor allem bei Wildwasserkajak- und Rafting Fans beliebt. Außerdem ist die Stadt Ausgangspunkt zum „bedeutendsten“ Nationalmonument Guayabo. Zunächst bezogen wir unser Hotel, welches im Landhausstil designt und von einem weitläufigen Anwesen umgeben ist. Es war erst kurz vor 13 Uhr und so beschlossen wir dem Nationalmonument einen Besuch abzustatten. Über eine zunächst recht gute Straße muss man die letzten 10 km über eine steinige Holperpiste zurücklegen, die schon einige Nerven und Zeit kostet. Die Gegend ist ruhig und ländlich und dann kann man direkt vor dem Eingang an der Straße parken.

Guayabo AusgrabungsstätteGuayabo MiradorHinter dem Eingang biegen wir rechts ab und gelangen direkt zu den Ausgrabungen – naja ich war schon ziemlich enttäuscht, denn außer einigen (unverzierten) Steinmauern und einem kleinen Aquädukt gibt es nichts Besonderes zu entdecken. Leider gab es auch keinen Führer der uns vielleicht über interessante Fakten hätte informieren können und nach einem letzten Blick vom Mirador auf die Stätte begeben wir uns ziemlich enttäuscht wieder zum Ausgang. Natürlich darf ich nicht immer alles mit Mexiko vergleichen, aber außer eingefleischte Archäologen mit Hintergrundwissen und besonders Interessierte würde ich keinen meiner Kunden dort hinschicken. Das Highlight auf dem Rückweg war ein wunderschönes Faultier, welches sich an ein Kabel, gleich neben der Straße gehängt hatte. Hinter uns hielten dann auch gleich noch 4 Autos und alle zusammen freuten wir uns über mein neues Lieblingstier.
Zu Abend aßen wir im wirklich empfehlenswerten Don Porfis und in Turrialba machte Kai gleich noch seinen Kajaktrip für den folgenden Tag klar.
Bananenplantagen - auf dem Weg nach Puerto LImonVon Turrialba ging es dann weiter in Richtung Karibikküste, wo wir 2 Tage eingeplant hatten. Plötzlich säumen unzählige Bananenplantagen den Weg, denn Bananen zählen zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Ab und an sieht es aus wie auf einem riesigen Verladehafen und auf den gestapelten Containern kann man bekannte Marken wie Dole und Chiquita lesen. Leider handelt es sich bei den Bananapflanzen um Monokulturen in extremer Form die sehr anfällig für alle möglichen Krankheiten sind und die Früchte werden regelmäßig mit Pestiziden behandelt. Diese gelangen natürlich auch in das Grundwasser und unser Fahrer der uns später zur Grenze nach Panama brachte erzählte in ziemlich krassen Worten von hohen Krebsraten, Unfruchtbarkeit und enormer Säuglingssterblichkeitsrate bei den Arbeitern und ihren dort lebenden Familien. Und das alles für einen Hungerlohn ohne wirkliche Aussicht auf Verbesserung der Lage, da kann einem die Banane schon im Hals stecken bleiben.
typisches Holzhaus bei CahuitaDann erreichen wir Puerto Limón die wichtigste Hafenstadt Costa Ricas. Es ist heiß und im Vergleich zum bisher gesehenen ziemlich dreckig und hässlich. Man will eigentlich nur schnell wieder weg und wir machen einen kurzen Abstecher gen Norden zum „Playa Bonita“ ein leider wenig schöner Strand den man nicht zu besuchen braucht naja und so fahren wir schnell wieder südlich über Cahuita nach Puerto Viejo zu unserem Hotel am Cocles Beach. Die Unterkunft ist ok und der Strand liegt gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Aufgrund der Nebensaison sind nur wenige Touristen am Strand unterwegs und nach einer ersten Abkühlung laufen wir zurück nach Puerto Viejo (ca.15-20 min Fußweg) um bei einem leckren Essen und Mojitos den Tag ausklingen zu lassen.

Cocles BeachStrand bei Puerto ViejoDas Publikum hier ist ziemlich jung, in Partylaune und ständig liegt ein Duft von Marihuana in der Luft. Die Gegend ist meiner Meinung nach eher für jüngere Backpacker geeignet die nicht viel Wert auf Service und Komfort legen.

Puerto ViejoEs gibt hier viele sehr preiswerte Unterkünfte und die Strände hinter Puerto Viejo bis Manzanillo sind ganz schön und auch teilweise zum Surfen geeignet. Die bunten Holzhäuser versprühen karibisches Flair und die Schlaglochgepflasterte Straße sollte man besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad passieren ;)

Am 9. Tag unserer Reise ging es weiter nach Panama. Am Vormittag wurde unserer Mietwagen abgeholt und gegen 14 Uhr ging es in Richtung Grenzübergang Sixaloa. Die Einreise war recht abenteuerlich.

Grenzübergang Sixaloa nach PanamaGrenzbrücke nach PanamaZunächst erhält man einen Zettel auf der costaricanischen Seite, der uns dann wieder von einem sehr unfreundlichen Grenzmitarbeiter abgenommen wurde. Man sollte sein Rückflug- bzw. Busticket schon parat haben um es nach Aufforderung vorzeigen zu können und dann darf man die wenig vertrauenerweckende, über 100 Jahre alte Brücke, nach Panama betreten. Unser Fahrer durfte schon vorfahren und wartete drüben auf uns. Dann heißt es wieder Pässe vorzeigen, Fragen über Dauer und Zweck des Aufenthalts beantworten und dann fällt der Dame ein, dass wir noch 10 USD irgendwo an einem anderen Schalter bezahlen sollen um uns dann wieder neu anzustellen. Unser Fahrer hatte mir aber vorher gesagt, dass Deutsche dort keine Einreise zu zahlen haben aber von mir will sich die ebenso unfreundliche Frau nicht bequatschen lassen.

Hinter der Grenze in PanamaUnser Fahrer kommt mir also zur Hilfe und nach einer 5 minütigen Diskussion bekommen wir dann unseren Stempel und können weiter fahren.
Die Strecke führt zunächst wieder an etlichen Bananenbäumen vorbei und die Holzhütten hier scheinen noch ärmlicher zu sein als auf der costaricanischen Seite. Plötzlich wird es hügliger und nach ca. 30 min Fahrt kommen wir am Bootsanleger an. Wir sind die letzten und müssen schnell ins Boot springen. Der Himmel sieht ziemlich dramatisch dunkelblau aus und ehe wir es uns bequem machen können legt der junge Fahrer den Turbogang ein und gibt alles, um die Bocas noch trocken zu erreichen. Die Hälfte der Mitreisenden verdreht die Augen und hat wenig Spaß an dieser Tour die andere Hälfte, darunter wir, findet’s spaßig über die Wellen zu hüpfen und nach knapp 30 min sind wir drüben und werden vom strömenden Regen empfangen.

Terrasse La Coralina HotelBar la Coralina HotelUnser Hotel befindet sich außerhalb der Stadt an der Playa Bluff und nach weiteren 20 min werden wir von Stacy und El herzlich empfangen. Nach dem leckren Willkommenscocktail gibt es ein wunderschönes Dinner und irgendwann fallen wir erschöpft ins Bett.

Die nächsten Tage haben wir etwas Pech mit dem Wetter. Es nieselregnet oft und wir haben keine Lust zu den Nachbarinseln zu fahren. Dafür erkunden wir den Playa Bluff und werden von Lola und Sugar, den beiden Hunden des Hotels begleitet. Der weite Sandstrand ist menschenleer und es gibt tolle Muscheln für Ireen ;)

Lola ist die ganze Zeit damit beschäftigt Krabben zu buddeln um diese dann zu zerbeißen und hat ihren Spaß. Wir entdecken schöne Stellen zum schnorcheln und genießen den menschenleeren Strand. Am folgenden Tag regnet es dann stärker und wir erkunden vormittags das Zentrum von Bocas welches jetzt nicht wirklich sehenswert ist und wir sind froh, dass unser Hotel abgelegener ist. Die Zeit vergeht mit Billard und Gesprächen mit El und anderen Gästen und am nächsten Morgen müssen wir früh raus um den Natur Air Flug pünktlich zu erreichen. Blöderweise hatten wir nicht an die 15 USD Ausreisesteuer gedacht und natürlich kann man auf dem kleinen Flughafen nicht mit Kreditkarte bezahlen aber wir fanden dann noch den Geldautomaten und saßen pünktlich in dem kleinen Flieger.
Blick aus dem Nature Air FliegerIch bin noch nie mit so einer kleinen Maschine geflogen (18 Plätze) und die Stunde verging wie im Flug (haha) beim beobachten der Landschaft aus dem Fenster.

Pulque – trinkbare Geschichte

4 Dez 2009 In: Aktuelles

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Pulque ist das Bier der Indios – der armen Landbevölkerung von Mexiko.In den nach diesem Getränk benannten Pulquerías herrschen einfachste Bedingungen. Die Wände sind mit Kacheln gefliest. An drei Plastiktischen sitzt ein halbes Dutzend älterer Männer…
Hier wird Pulque ausgeschenkt, meist aus einem großen Bottich hinter dem Tresen. Es wird aus dem Saft des Maguey Kaktus gewonnen, der fementiert wird. Schon die Azteken kannten die Saftgewinnung und Vergärung dieses Saftes zu Pulque. Allerdings durften dies nur die hohen Priester trinken. Die Azteken nannten die Agave “Metl” oder auch “Pflanze der Götter”, denn sie hielten Pulque für deren Blut.

pulqueria_02Heute sind die Pulquerias Treffpunkte der mexikanischen Arbeiter und der Landbevölkerung, die, wenn sie in die Stadt kommen, um z.B. Arbeit zu suchen, die Pulquerías aufsuchen, um ein Stück ihrer Heimat und der Traditionen zu spüren. In Mexiko-Stadt gibt es nur noch ca. 60 Pulquerías. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch 3.000. Das ist zum einen deshalb so, weil die Maquey-Pflanze vom Aussterben bedroht ist, zum anderen ist es eine Folge der Kolonialzeit und dem Import von Wein durch die spanischen Eroberer. Später kam noch das Bier hinzu. Ein weiterer Grund des Aussterbens der Pulque-Tradition ist, dass die Herstellung verhältnismäßig teuer und aufwendig ist. Zehn Jahre dauert es, bis eine Maguey-Pflanze ihren ersten Saft abgeben kann. Dann muss ein Landarbeiter – der sogenannte Tlachiquero – zweimal täglich die Pflanze anritzen, damit sie Flüssigkeit abgibt. An den Blättern rinnt dann das sogenannte Aguamiel herab und sammelt sich im Pflanzeninneren. Der Tlachiquero schöpft es heraus und bringt es zum Gären in ein spezielles Gebäude. Dort wird das Aguamiel in tiefe Gruben geschüttet. Nach einigen Tagen ist der Saft durchgegoren und kann in die Städte gefahren werden. Hier kann man für einen Liter nur ein paar Pesos bekommen.

Eine der bekanntesten und traditionsreichsten Pulquerias Mexiko Stadts ist “La hija de los Apaches” in der Avenida Cuatemoc in La Roma.
Im Moment deutet sich ein kleiner Aufschwung für die Pulquerías an. Die Jugend scheint sich wieder mehr für Traditionen zu interessieren. Zumindest kann man aus den Statistiken schlussfolgern, dass der Besuch der Pulquerías bei der Abendgestaltung wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken beginnt.
Ausprobieren sollte man es unbedingt. Pulque kann man nicht exportieren. Das liegt an dem Gärprozess. Man kann das Getränk nicht in Dosen abfüllen.
Es ist ein lebendes Getränk. Man kann Pulque einfach nicht am Fließband herstellen. Man kann es nur bei einer Reise in den Pulqerías in Mexiko trinken.

Wir, Marlen und Ireen vom Individualreiseveranstalter MEXICO MIO, möchten Euch in diesem Blog über all unsere Aktivitäten rund um das Thema Mexiko und NEU auch Lateinamerika informieren. Neben interessanten Beiträgen zu Land und Leuten findet Ihr hier auch unsere Reiseberichte, wie z.B. Mexiko 2008 oder Venezuela 2009. Viel Spaß beim Lesen! Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Hasta pronto
Mexico Mio