Reisen durch Mexiko
Habt ihr schon von dem Film “El secreto de sus ojos” gehört? Wenn nicht, dann wird es Zeit, denn das Drama gewann in der Nacht vom 07. auf den 08.03.2010 einen der begehrten Oscars in Hollywood. Regiesseur Juan José Campanella war überrascht, das sein Werk als “Bester fremdsprachiger Film” ausgezeichnet wurde. Zu der Konkurrenz des “Auslands-Oscar-Gewinners” gehörte ein weiterer südamerikanischer Film – “La teta asustada” von Claudia Llosa – sowie die Filme “Ajami” (Israel), “Ein Prophet” (Frankreich) und “Das weiße Band” (Deutschland).
Der Film von Campanella spielt im heutigen Argentinien, wird aber in Form von “Flashbacks” in die 1970er Jahre erzählt. Der pensionierte Gerichtsangestellte Benjamín Espósito (gespielt von Ricardo Darín) nimmt die Ermittlungen zu einem grausamen Vergewaltigungs- und Mordfall wieder auf. Er war bereits 1974 mit seinem Kollegen an dem Fall beteiligt, konnte die Vorfälle damals jedoch nicht zufriedenstellend aufklären. Der mutmaßliche Mörder wurde kurze Zeit nach seiner Verhaftung bereits wieder entlassen. Außerdem fiel Espósitos Partner einem Mordanschlag zum Opfer. Da der Ermittler schlussfolgerte, dass ein argentinischer Politiker in den Fall verstrickt war, zog er sich aufs Land zurück. Erst 30 Jahre später nimmt er die Recherchen wieder auf und beginnt die Reise in die Vergangenheit, die auch für ihn persönlich sehr aufwühlend wird…
Hier der Trailer zu dem argentinischen Oscar-Gewinner:
Jedes Jahr im Frühling bricht bei uns im Büro “geschäftiges Treiben” aus – Terminkalender rascheln, die Telefonkabel glühen heiß, der Posteingang unseres Email-Programms quillt über und es liegt eine Stimmung von freudiger Erwartung in der Luft. Das alles hat einen Grund: kommende Woche startet wieder die Tourismusmesse ITB in Berlin. An insgesamt 5 Tagen präsentieren sich tausende Tourismusanbieter aus aller Welt. Wir beschränken unseren Besuch auf die ersten drei Tage vom 10. bis zum 12. März, und dann auch natürlich nur auf die Hallen 1 und 3. Hier werden wir die Stände von Mexiko, Ecuador, Venezuela, Guatemala, Costa Rica und Peru ansteuern.
Jedes Jahr sagen wir uns, dass wir es diesmal ruhiger angehen lassen können, nicht so viele Termine ausmachen, sondern uns lieber “treiben” lassen. Aber dann packt uns doch wieder das Fieber und wir stöbern durch den Messeplan, welche Vor-Ort-Agenturen wir noch nicht kennen. Und jetzt ist also unser Terminkalender schon so gut wie voll. Aber auf den vergangenen Messen hatten wir immer Glück und konnten unser Angebot an Mexiko Rundreisen, Tagesausflügen und Hotels jedes Mal etwas erweitern. Zum Beispiel ist unsere Yucatan Rundreise mit deutscher Reiseleitung ein Ergebnis der ITB, denn ursprünglich lernten wir die lateinamerikanische Agentur dort auf der Messe kennen. Auch unser breites und exklusives Hotelangebot, das wir Daniel und seinem Team zu verdanken haben, ist nicht nur ein Ergebnis unserer Mexiko-Aufenthalte, sondern auch der ITB in Berlin.
Welche Erwartungen haben wir? Als deutscher Reiseveranstalter stellen wir unseren Kunden ja Sicherungsscheine zur Verfügung. Auf der ITB möchten wir eine moderne und flexible Versicherung kennen lernen, denn derzeit ist das Bestellen der Sicherungsscheine immer ein kleiner Krampf. Außerdem suchen wir nach tatkräftiger Unterstützung für den Ausbau unseres neuen Babys “MIO TOURS“. Damit wir bei unseren neuen Reiseländer Costa Rica, Guatemala, Venezuela, Ecuador und Peru verschiedene individuelle Touren anbieten können, brauchen wir noch die ein oder andere verlässliche Incoming-Agentur vor Ort. Wir freuen uns natürlich, unsere derzeitigen Mexiko-Partner mal wieder zu treffen … und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja auch noch ein neuer Mexiko-Kontakt.
Welche Vorbereitungen müssen wir noch treffen? Ein Dach über dem Kopf in Berlin haben wir schon und der Terminkalender ist wie gesagt gut gefüllt. Leider ecken wir jedes Jahr mit dem “Dress Code” der ITB an. Wir sind der Meinung, dass man auch ohne knappes Kostümchen und hohe Absatzschuhe interessante Gespräche führen und Geschäftskontakte knüpfen kann. Aber ein bisschen müssen wir uns doch an die Messegepflogenheiten anpassen und deswegen, steht wohl noch eine kleine Shopping-Tour auf dem Programm…
Nur noch heute (25.02.2010) läuft der niederländische Film “El Olvido” (dt.: “Das Vergessen”) in der Schaubühne Lindenfels hier in Leipzig (Start 21:00 Uhr). Wer Zeit hat, sollte sich den Episodenfilm von Heddy Honigmann nicht entgehen lassen. Die niederländische Filmemacherin, die in Peru geboren wurde, erhielt die Inspiration durch einen Kellner in den Niederlanden, der sie dazu anregte, Ihre Geburtsstadt Lima zu erkunden.
In dem Film werden verschiedene Menschen porträtiert, die in Perus Hauptstadt Lima einfachen Arbeiten – zum Beispiel Schuhe putzen – nachgehen. Für einen Moment wird die Anonymität – die eigentlich Großstädte auf der gesamten Welt auszeichnet – aufgehoben und der Zuschauer lernt die Welt der armen Leute kennen. Sie werden zu Ihrer Erinnerung befragt und reproduzieren amüsante, aber auch sehr viele traurige Anekdoten. Die Erinnerungen handeln von Korruption und Einsamkeit. Aber auch poetische Szenen – zum Beispiel die Kunststücke der Straßenkinder um ein paar Soles von den wartenden Autofahrern zu bekommen – werden in “El Olvidio”gezeigt.
Der Film, der im Stil eines Dokumentarfilms gedreht wurde, geht ans Herz, zeigt aber auch eine interessante und menschliche Seite der anonymen Großstadt Lima…
Hier der Trailer zu “El Olvido”:
In den letzten Wochen zog es uns immer wieder zu der Webseite der UNESCO. Hier entdeckten wir nicht nur, dass Mexiko mit Abstand die meisten UNESCO Weltkulturerbestätten Lateinamerikas zu bieten hat, sondern dass sich auch glücklichweise keine dieser Sehenswürdigkeiten auf der “Roten Liste” der UNESCO befindet.
Nun tauchte das Stichwort “UNESCO Biosphärenreservate” auf. Kürzlich wurden die “Lagunas de Montebello” in die lange Liste der Biosphärenreservate der UNESCO aufgenommen.
Das Konzept der UNESCO Biosphären ist recht interessant: Es handelt sich nicht ausschließlich um unberührte Naturreservate, sondern um Gebiete, die von Menschen genutzt und trotzdem nachhaltig geschützt werden. So sollen in den “Kulturlandschaften” beispielsweise Lebensräume für Tiere erhalten werden. Die Aufrechterhaltung eines “verträglichen” Gleichgewicht zwischen menschlicher Nutzung und des Fortbestands des jeweiligen Ökosystems ist oberstes Anliegen. (Hier erläutert die UNESCO ihr Biosphärenkonzept.)
Auf der Liste der geschützten Biosphärenreservate der UNESCO für Mexiko befinden sich bereits:
Mapimí, 1977
La Michilía, 1977
Montes Azules, 1979
El Cielo, 1986
Sian Ka’an, 1986
Sierra de Manantlán, 1988
Región de Calakmul, 1993 (Ursprünglich Calakmul, Erweiterung und Umbenennung 2006)
El Triunfo, 1993
El Vizcaíno, 1993
Alto Golfo de California, 1993 (Erweiterung 1995)
Islas del Golfo de California, 1995
Sierra Gorda, 2001
Banco Chinchorro, 2003
Sierra La Laguna, 2003
Ría Celestún, 2003
Ría Lagartos, 2004
Arrecife Alacranes, 2006
Barranca de Metztilán, 2006
Chamela-Cuixmala, 2006
Cuatro Ciénegas, 2006
Cumbres de Monterrey, 2006
Huatulco, 2006
La Encrucijada, 2006
La Primavera, 2006
La Sepultura, 2006
Laguna Madre y Delta del Río Bravo, 2006
Los Tuxtlas, 2006
Maderas del Carmen, Coahuila, 2006
Mariposa Monarca, 2006
Pantanos de Centla, 2006
Selva El Ocote, 2006
Sierra de Huautla, 2006
Sistema Arrecifal Veracruzano, 2006
Volcán Tacaná, 2006
Sierra de Alamos – Río Cuchujaqui, 2007
Islas Marietas, 2008
Lagunas de Montebello, 2009
Zu einigen der Biosphärenreservate bieten wir Tagesausflüge an, zum Beispiel in das Naturschutzgebiete Sian Ka’an auf der Yucatan Halbinsel oder zu den Islas Marietas bei Puerto Vallarta. Andere Biosphären könnt Ihr gern während einer individuellen Mexiko Rundreise ansteuern.
Für Tauchreisen nach Mexiko hält die Halbinsel Yucatan das größte Unterwasser-Höhlenlabyrinth bereit – die sog. Cenoten. Die yukatekische Halbinsel ist eine riesige Kalksteinplatte – trocken und porös. Der Niederschlag, der auf die Platte trifft, versickert schnell und es bilden sich unterirdische Flüsse. Diese wurden über Jahrhunderte hinweg durchspült und das entstandene Grottensystem ist eine Herausforderung für jeden ambitionierten Taucher. Doch auch für Schnorchler und geübte Schwimmer sind die Cenoten ein Paradies – 25 Grad warmes kristallklares Wasser und Stalaktiten und Stalagmiten in den bizarrsten Formen lassen den Besuch einer Cenote unvergesslich werden. Für die perfekte Tauchreise lohnt es sich, zuerst ein paar Badetage an der Riviera Maya Küste einzulegen. Hier ist das Mahékal Beach Resort ein absolutes Muss! Gleich gegenüber liegt das Pluto Dive Center, unser Partner vor Ort. Von der Tauchbasis aus geht es auf 2 Grottentouren mit je 2 Tauchgängen in einer der zahlreichen Cenoten der Umgebung (schätzungsweise gibt es 5000 Cenoten auf Yucatan!).
Aber Tauchen in Mexiko bedeutet noch mehr. An das Erlebnis Höhlentauchen hängen wir gleich noch eine Woche auf Cozumel an. Vor der Ostküste Yucatáns liegt sie – die 44 km lange und 16 km breite traumhafte Insel. Sie glänzt mit langen Sandstränden, türkisblauem Meer und Durchschnittstemperaturen von 27 bis 31 Grad. Zudem imponiert sie ihren Besuchern mit dem zweitgrößten Korallenriff der Welt – dem „Palancar Riff“. Es gehört zu den 20 vorgelagerten Riffen der Insel. Auf der Insel Cozumel gibt es ein breites Hotelangebot – ob mit All inkl., wie im Casa del Mar Hotel und im Cozumel and Resort, oder ein reines Frühstückhotel, wie das Villablanca – Cozumel hält für jeden das Richtige bereit. Besonders beliebt ist bei uns das schnucklige Tamarindo Amaranto Bed & Breakfast oder wie wär’s mit einem Boutique Hotel? Da empfehlen wir das Casita de Maya. Alle diejenigen, die jetzt Lust auf Tauchen in Mexiko bekommen haben, sollten sich unsere Tauchreise anschauen. Natürlich sind wir auch bei individuellen Anfragen immer gern behilflich.
Die Tage flatterte uns wieder ein Bericht von Lucas, der zur Zeit seinen Freiwilligendienst in Guadalajara macht, in die Mailbox. Diesmal war nicht der Deutsch-Unterricht für seine Schüler Thema seines Blogbeitrags, sondern sein mexikanisches Weihnachtsfest und die Neujahrstage. Am 24. Dezember 2010 schipperte er in einem aufgepeppten Ruderboot über den Pazifik und schaute nach “Tortugas” (Schildkröten), Delfinen und Walen. San Cristobal de las Casas – als “Zapatistenhochburg” und tolle “Ausgeh-Stadt” beeindruckte Lucas ebenfalls
Außerdem besuchte Lucas die Ausgrabungsstätte von Bonampak, die er im Vergleich zu den überlaufenen Maya-Stätten wie zum Beispiel Chichen Itza oder Palenque sehr beeindruckend und sehenswert fand. Außerdem war er von der Vierlseitigkeit seines “Herbergsvaters” erstaunt, denn der war gleichzeitig Touristenführer, Bürgermeister, Taxifahrer und “Artesano” (Kunsthandwerker). Der Rückweg nach Guadalajara führte über Oaxaca, wo noch eine heiße Schokolade genossen wurde.
Mehr über die mexikanischen Abenteuer von Lucas erfahrt ihr wie immer hier auf seinem Blog.
Wir warten schon gespannt, wohin es ihn als nächstes verschlägt oder ob mal wieder ein Lagebericht aus Guadalajara vom Freiwilligendienst kommt…
Eine Rundreise durch Mexiko führt auch immer an berühmten Weltkulturerbestätten vorbei – das hatte unsere Recherche für den letzten Blogbeitrag ergeben. Mexiko hat immerhin 29 Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO Welterbe zählen. Allein bei einem Urlaub auf der Halbinsel Yucatan warten unzählige Ausgrabungstätten und Ruinen auf die interessierten Mexiko-Urlauber. Bei dieser großen Anzahl an atemberaubenden Weltkulturerbestätten ist es erstaunlich, dass sich keine Einzige auf der “Roten Liste” der UNESCO wiederfindet. Dafür befindet sich fast jedes andere lateinamerikanische Land, das wir in unseren letzten Bericht über die Weltkulturerbestätten aufgenommen hatten, mit einer Sehenswürdigkeit auf der Liste der bedrohten Stätten.
Auf der “Roten Liste” der UNESCO befinden sich Weltkulturerbestätten, die “besonders gefährdet” sind. Sie werden von Bauprojekten, Naturkatastrophen, Krieg oder Verfall bedroht.
Zu den Sehenswürdigkeiten aus Lateinamerika auf der “Roten Liste” gehören:
Seit 2007 befinden sich die Galapagos Inseln auf der Liste, denn durch den Tourismus hat nicht nur der Schiffsverkehr zwischen dem Festland und den Inseln zugenommen, sondern es leben auch immer mehr Menschen in den geschützten Naturraum. Außerdem halten sich die Touristen inzwischen viel länger auf den Galapagos Inseln auf. Neue Spezies gefährden ebenfalls das natürliche Gleichgewicht und die Tierarten auf den Inseln.
In Peru befindet sich die historische Stadtanlage Chan Chan auf der Liste der bedrohten Welterbestätten. Die Ruinenanlage wurde sofort bei ihrer UNESCO-Aufnahme auf die “Rote Liste” gesetzt. Die Hauptgefahr für die archäologische Stätte besteht in der Verwitterung der Adobe-Ziegeln (Ziegel aus Lehm und Sand).
In Venezuela gehören der historische Stadtkern und der Hafen von Coro zum UNESCO Weltkulturerbe. Im Winter 2004/2005 zerstörten heftige Regenfälle Gebäudeteile. Außerdem waren große Bauprojekte auf dem Areal der Welterbestätten geplant. Seitdem befindet sich auch Coro auf der “Roten UNESCO Liste”.
Allzu große Touristenströme sind oft Anlass für die UNESCO, das jeweilige Land vor einem Ausschluss der bedrohten Weltkulturerbestätten von der UNESCO Liste zu warnen. Allerdings ist der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequelle für die lateinamerikanischen Länder und die Regierungen sind nicht gern dazu bereit, die Besucherströme einzudämmen. Für uns bei MEXICO MIO bzw. MIO TOURS ist es natürlich auch ein “zweischneidiges Schwert”. Wir möchten unseren Kunden nicht davon abraten, eine berühmte Sehenswürdigkeit zu besuchen. Aber natürlich bitten wir alle Mexiko- und Lateinamerikareisenden, sich an die Besuchsvorschriften an dem jeweiligen kulturellen Ort zu halten (das sind meist so einfache Dinge wie z.B. keinen Müll hinterlassen, Absperrungen nicht übertreten usw.). Und natürlich befürworten wir auch die Begrenzung der täglichen Besuchszahlen für gefährdete Orte, wie zum Beispiel auf dem Inka Trail nach Machu Picchu.
Mexiko ist klar unser Favorit unter all den bei MEXICO MIO bzw. jetzt neu bei MIO TOURS angebotenen Reisezielen. Wir begründen es mit unserem subjektiven Gefühl … “Mexiko ist toll! Die Atmosphäre ist ganz anders! Die Leute sind so nett und entspannt!” usw. Aber es gibt auch ein paar “harte Fakten”, die die Spitzenreiterposition Mexikos unter all unseren lateinamerikanischen Reiseländern belegen. Neulich schauten wir uns die UNESCO-Weltkulturerbeliste an und stellten fest, dass Mexiko viel mehr zum Welterbe beisteuert als Peru, Venezuela, Ecuador Costa Rica und Guatemala zusammen.
Hier die Liste der UNESCO Weltkulturerbestätten Mexikos:
* Mexico (historisches Zentrum) und Xochimilco (K/1987)
* Präkolumbische Stadt und Nationalpark von Palenque (K/1987)
* Präkolumbische Stadt Teotihuacán (K/1987)
* Altstadt von Oaxaca und Ruinen von Monte Alban (K/1987)
* Historisches Zentrum von Puebla (K/1987)
* Biosphärenreservat Sian Ka’an (N/1987)
* Historisches Zentrum und Bergwerksanlagen von Guanajuato (K/1988)
* Ruinen von Chichen-Itza (K/1988)
* Altstadt von Morelia (K/1991)
* Präkolumbische Stadt El Tajin (K/1992)
* Lagune von El Vizcaino (Schutzgebiet für Wale) (N/1993)
* Altstadt von Zacatecas (K/1993)
* Felszeichnungen in der Sierra de San Francisco (K/1993)
* Klöster des 16. Jh. an den Hängen des Popocatepetl (K/1994)
* Präkolumbische Stadt Uxmal (K/1996)
* Denkmalensemble von Querétaro (K/1996)
* Cabañas-Hospiz in Guadalajara (K/1997)
* Denkmalbereich von Tlacotalpan (K/1998)
* Archäologische Stätten von Paquimé in Casas Grandes (K/1998)
* Archäologische Stätte Xochicalco (K/1999)
* Historische Stadt und Festung von Campeche (K/1999)
* Maya-Stadt Calakmul (Campeche) (K/2002)
* Franziskanermissionen in der Sierra Gorda in Querétaro (K/2003)
* Haus und Studio von Luís Barragán (K/2004)
* Inseln und Schutzgebiete des Golfes von Kalifornien (N/2005)
* Agavenlandschaft und historische Tequila-Produktionsstätten (K/2006)
* Universitätscampus der Universidad Nacional Autónoma de México (K/2007)
* Biosphärenreservat Mariposa Monarca (N/2008)
* Festung San Miguel de Allende und Wallfahrtskirche Jesús de Nazareno in Atotonilco (K/2008)
Und, habt ihr die Liste komplett durchgelesen? Insgesamt 29 Welterbestätten! Unsere Mexiko Rundreisen führen natürlich immer an vielen dieser berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei. Alle Stätten kann man während eines Mexiko Urlaubs aber nicht sehen. Wer nur bestimmte Sehenswürdigkeiten ansehen möchte, dem stellen wir natürlich gern eine individuelle Reise zusammen.
Sicher fragt ihr euch jetzt, wie viele von der UNESCO als schützenswert deklarierte Stätten es in den anderen mittel- und südamerikanischen Staaten gibt.
Peru besitzt immerhin 11 UNESCO Weltkulturerbestätten:
* Stadt Cuzco (K/1983)
* Inka-Bergfestung Machu Picchu (K/N/1983)
* Heiligtum von Chavin (K/1985)
* Nationalpark Huascaran (N/1985)
* Ruinenstadt Chan Chan (K/1986)
* Nationalpark Manú (N/1987)
* Nationalpark Rio Abiseo mit archäologischem Park (K/N/1990; 1992 erweitert)
* Franziskanerkloster und Altstadt von Lima (K/1988; 1991 erweitert)
* Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana (K/1994)
* Historisches Stadtzentrum von Arequipa (K/2000)
* Heilige Stadt Caral-Supe (K/2009)
Caral wurde erst 2009 in die Liste der UNESCO aufgenommen – es ist zu vermuten, dass die peruanische Liste auch noch wachsen wird, denn längst sind nicht alle historischen Stätten frei gelegt und erforscht. Der Sprung zu den anderen Ländern, die wir demnächst bei MIO TOURS anbieten möchten, ist dann ganz schön groß. Ecuador besitzt derzeit nur 4 Welterbestätten – das Land ist aber flächenmäßig auch viel kleiner als Mexiko oder Peru. Dafür zählen natürlich die Galapagos-Inseln, das Highlight für Biologen und alle anderen naturbegeisterten Südamerika-Reisenden, zu den Attraktionen Ecuadors:
* Nationalpark und Meeresschutzgebiet Galapagos-Inseln (N/1978; 2001 erweitert)
* Altstadt von Quito (K/1978)
* Nationalpark Sangay (N/1983)
* Historisches Zentrum von Santa Ana de los Rios de Cuenca (K/1999)
Venezuela kann immerhin drei UNESCO Weltkulturerbestätten aufweisen. Wer das Land bereist, wird aber sicher auch noch ein paar eigene Favoriten entdecken, die sich noch nicht auf der Liste der UNESCO befnden:
* Historisches Zentrum und Hafen von Coro (K/1993)
* Nationalpark Canaima (N/1994)
* Universitätsstadt von Caracas (K/2000)
Costa Rica besitzt keine architektonischen Welterbestätten – dafür begeistert es mit ursprünglicher Natur:
* Naturschutzgebiet Talamanca und Nationalpark La Amistad (bis Panama) (N/GÜ/1983; 1990 erweitert)
* Nationalpark Kokosinseln (N/1997; 2002 erweitert)
* Schutzgebiet Guanacaste (N/1999; 2004 erweitert)
Guatemela ergänzt mit seinen Maya-Stätten die lange Liste Mexikos. Tikal ist sozusagen das “Tüpfelchen auf dem i” für Lateinamerika-Urlauber, die sich auf den Spuren der Maya bewegen:
* Antigua Guatemala (K/1979)
* Nationalpark Tikal (K/N/1979)
* Maya-Ruinen und archäologischer Park Quirigua (K/1981)
Wir sind natürlich gespannt, welche Ausgrabungsorte, Naturschutzgebiete und Altstädte Lateinamerikas noch in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen werden. Über Machu Picchu in Peru baumelt hingegen seit längerem das “Damoklesschwert”, denn die UNESCO kritisiert, dass täglich zu viele Besucher in die heilige Stadt gelassen werden…
Und wenn wir dann irgendwann auch Brasilien in unser Sortiment an Rundreiseländern aufnehmen, kommen nochmal 17 neue UNESCO Weltkulturerbestätten hinzu…
Eigentlich ist die Weihnachtszeit bei uns schon wieder so gut wie vergessen – in den lateinamerikanischen Ländern jedoch noch nicht ganz: am 2. Februar feiern alljährlich viele Mexikaner, Peruaner, Chilenen, Kubaner usw. den “Día de la Candelaria”. Wie wir schon letztes Jahr kurz berichteten, bildet dieses fest den Abschluss der Weihnachtsfeierlichkeiten. In Mexiko ist es häufig üblich, dass die Person, die in ihrem Stück Kuchen “Rosca de Reyes” vom Dreikönigstag das Plastikpüppchen hatte, die “Fiesta de la Candelaría” ausrichtet. Meist werden Tamales und andere Maisgerichte vorbereitet. Das hat wiederum prehispanische Wurzeln, denn das Fest “Lichtmess” fällt zufällig mit dem 11. Tag des 1. Monats im mexikanischen Kalender zusammen. Dieser Tag diente traditionell der Verehrung der Götter des Wassers sowie ihren “tlaloques” (ihren Helfern).
In Peru wird der Día de la Candelería ebenfalls begangen – hier sticht vor allem die Stadt Puno am Titicaca-See mit ihren Festivitäten hervor. Lichtmess ist hier Anlass für bunte Tanzdarbietungen mit traditionellen Tänzen des Altiplanos und ganz Perus.
Im Anschluss an die Fiestas de la Candelaría (die in Puno zwei Wochen dauern) geht es im lateinamerikanischen Feierkalender schon mit dem Karneval weiter…
Zu Anfang des Jahres überschlagen sich die Medien immer mit Reiseempfehlungen und Top-Reisezielen auf der ganzen Welt. So wählte die New York Times “The 31 Places to Go in 2010” (”Die 31 Orte, die man 2010 besuchen muss”).
Bei allen Charts und Listen wird jedoch eins deutlich: Lateinamerika ist ein unbedingtes “Muss” für Reisefreudige.
Allein bei der NYT liegen drei der 31 Ziele in Mittel- und Südamerika: Costa Rica, Kolumbien und Brasilien.
Costa Rica soll der neue Geheimtipp unter Öko-Reisenden sein. Im Norden des kleinen Staates ist nun eine neue Vogelroute eingerichtet worden, die Vogelbeobachter und Naturliebhaber zu 15 verschiedenen Reservaten mit einer hohen Diversität an Vögeln führt.
Kolumbien, der zweite lateinamerikanische Staat auf der Liste der populären Zeitung, ist schon lange nicht mehr das gefährliche Land, das sich in der Hand unberechenbarer Drogenbosse befindet. Die Hauptstadt Bogotá wurde von innovativen Stadtplanern zu einer lebenswerten Metropole umgestaltet. Baumbestandene Straßen mit Fahrradwegen und einladenen Cafes prägen jetzt den Charakter einiger Viertel. Natürlich ist auch Bogotá von den gleichen Problemen wie andere südamerikanische Hauptstädte betroffen, hat jedoch einige zukunftsweisende Projekte in Angriff genommen (u.a. auch eine neue Buslinie). Neben Bogotá ist auch Catagena an der Karibikküste ein toller “Hot Spot” für Weltenbummler. Hier laden weiße Sandstrände und die entspannte Lebenseinstellung der Bewohner und Zugezogenen zum Verweilen ein.
Diese Eigenschaften treffen auch auf den dritten “Südamerikaner im Bunde” der NYT zu. Der brasilianische Bundesstaat Bahía soll langsam zum Lieblingsort des US-amrikanischen “Jet-Sets” avancieren. Besonders interessant ist die Region aufgrund der starken afrikanischen Einflüsse, die sich in der Kultur und dem täglichen Leben widerspiegeln. Hoteliers haben den Reiz Bahías entdeckt und eröffnen wunderschöne Lodges und luxuriöse Hotels.
Wir von MEXICO MIO sind froh, dass wir mit unserem “Baby” MIO TOURS den Zahn der Zeit schon ganz gut getroffen haben. Costa Rica, das im November von Ireen bereist wurde, steht ja unter anderem ganz oben auf der Liste unserer persönlichen Lieblingsländer in Lateinamerika. Wir organisieren Interessierten gern eine abwechslungsreiche Rundreise durch Costa Rica, bei der die üppige Flora und die artenreiche Fauna des mittelamerikanischen Landes in ihrer vollen Pracht bewundert werden können.
Außerdem gehört Peru zu unseren Favoriten. Das fand zwar bei der New York Times keine Erwähnung, wurde aber von anderen Medien zum “Star” unter den südamerikanischen Reisezielen gewählt. Das Modemagazin “Elle” machte Lima, die peruanische Hauptstadt, aufgrund der hervorragenden Restaurants und den attraktiven Kulturangeboten der neuen Szene zur aktuellen “heißen” Hauptstadt (”hot capital”) von Südamerika.
Die renommierte Zeitschrift Archaeology schrieb außerdem, dass der “Señor de Úcupe” zu den erstaunlichsten Entdeckungen des Jahres 2009 gehörte. Dabei handelt es sich um die ca. 1700 Jahre alte sterblichen Überreste eines Vertreters der Oberschicht der Moche-Kultur und dessen Grabbeigaben. Die Entdeckung in der Nähe von Chiclayo, an der nördlichen Küste Perus, gilt – neben dem “Señor de Sipan” – als wichtigste Ausgrabung der letzten Jahre.
Nachdem Ulrike im vergangenen Oktober Peru bereist hat, können wir diesen südamerikanischen Staat ebenfalls wärmstens empfehlen und haben ihn in unser Reiseprogramm von MIO TOURS aufgenommen. Gern organisieren wir eine schöne Reise für Gourmets, planen aber auch gern eine Reise zu einer Auswahl der interessantesten archäologischen Stätten Perus.
Und dann haben wir natürlich noch einen ganz besonderen Geheimtipp (denn der taucht dieses Jahr noch in keinen Listen auf): Venezuela. Nicht mehr lang und Marlen wird all ihre Reiseeindrücke gesammelt und auf unserer schönen, neuen MIO TOURS Seite veröffentlicht haben. Aber schon vorab: Marlen’s absoluter Favorit in Venezuela waren Los Llanos! Und natürlich freut sie sich schon auf die nächsten Kunden, für die sie eine Rundreise durch Venezuela organisieren kann…
PS: Ganz falsch kann die New York Times nicht liegen, denn sie hat auch unseren Firmensitz Leipzig als Attraktion in ihre 2010-Liste aufgenommen…
Wir, Marlen und Ireen vom Individualreiseveranstalter MEXICO MIO, möchten Euch in diesem Blog über all unsere Aktivitäten rund um das Thema Mexiko und NEU auch Lateinamerika informieren. Neben interessanten Beiträgen zu Land und Leuten findet Ihr hier auch unsere Reiseberichte, wie z.B. Mexiko 2008 oder Venezuela 2009. Viel Spaß beim Lesen! Wir freuen uns auf eure Kommentare.
Hasta pronto
Mexico Mio