orinoco map13. Tag Ciudad Bolívar – Tucupita – Orinoco Delta Lodge

Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und in das Dörfen Tucupita gebracht (Fahrzeit ca. 2 h). Hier ging es aufs Boot und weiter zur Orinoco Delta Lodge (Fahrzeit ca. 1 h). Die Bootsfahrt war etwas anstrengend, doch in der Logde wurden wir mit einem tollen Mittagessen empfangen. Hier, in der Orinoco Delta Lodge, gab es wohl die beste Küche der Reise. Auch der Ara Rumba, der sich gern auf den Gästen niederließ, war etwas Besonderes.

Orinoco Delta LodgeÜberhaupt war die ganze Anlage total schön und einmalig vom Ambiente. Nach dem Essen ging es für uns noch mal aufs Boot und es gab eine kleine Tour durch das Delta. Wir haben Süßwasserdelfine, Schlangen und viele Vögel gesehen. Besonders schön war der Sonnenuntergang und die Erfrischung in einen der größten Flüsse der Welt, dem Orinoko. Am Abend, nach dem fantastischen Dinner, konnte man den Sternenhimmel genießen und sich einfach nur fallen lassen, wären da nicht die verdammten Mücken gewesen. Autan, aus der Heimat, hat gar nichts gegen diese Viecher bewirkt – es empfiehlt sich wirklich Mückenschutz vor Ort zu kaufen.

Orinoco DeltaAllgemeines: Das Areal des Orinoko Delta umfasst über 40.000 km2. Unzählige Flüsse, die sich aus den Wassermassen des Orinoko speisen, die je nach Wasserstand vorübergehend zu stillen Gewässern werden, ergießen sich auf einer Länge von annähernd 400 km in den Atlantik. Zwischen den Wasserwegen bilden sich Wälder aus Mangroven und dort, wo der Boden fest ist, erobert Dschungel die Räume und bietet zahlreichen Tieren, wie Brüllaffen und verschiedenen Vogelarten, zu denen Greifvögel. Tukane, Aras, Papageien und Eisvögel zählen, ideale Lebensbedingungen.

Bewohnt wird das Orinoko Delta von den Warao Indigenas, den Boot-Menschen, von denen etwa 18.000 heute im Orinoko Delta leben. Sie leben in fensterlosen Holzhütten auf Holzstegen über dem Wasser. Diese Pfahlbauten (palafitos) lassen an Venezía (Venedig) erinnern. Infolgedessen wurde damals von den Eroberern das entdeckte Land “Venezuela” genannt, was so viel wie “Klein Venedig” bedeutet.

Warao Mädchen im Orinoco Delta14. Tag Orinoco Delta

Nach dem Frühstück steht eine weitere Tour auf dem Orinoco auf dem Programm. Wir besuchen das Haus einer Warao Familie, deren Hütte auf Pfählen gebaut ist und somit gegen das ständige Ansteigen und Absinken des Wassers geschützt ist. Diese Warao-Familie hat regelmäßigen Kontakt zu den Touristen, aber leben ansonsten „ihr“ Leben mit der Natur.

Regenguss im Orinoco DeltaBei der Familie müssen wir eine Weile verharren, da ein heftiger Regenguss herunter kommt. Nachdem der Regen weniger wurde, sind wir in den Dschungel rein. Hier lernen wie die Pflanzen der Warao Indianer kennen. Interessant ist der Umgang der Warao mit der Moriche Palme, aus deren Bestanteile sie alle wichtigen Dinge des täglichen Lebens herstellen, wie Pfeil und Bogen, Hängematten, Papier und Stift.

Hier noch ein lustiges Video mit unserem Guide im Orinoko Delta.