Musiker

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Eine mexikanische Sängerin und Songwriterin mischte in der Vergangenheit sowie  derzeit die „Cumbia“- Szene auf und vertrat  im zurückliegenden Wahlkampf, in dem der jetzige Präsident Pena Nieto hervorging, gehörig ihre Meinung.

Amandititita, geborene Amanda Lalena Escalente Pimentel und Tochter des bekannten Sängers und Poeten Rodrigo Gonzalez ist seit 2007 den Mexikanern bekannt, vor allem für ihre eigene Interpretation der traditionellen mexikanischen Cumbia, in dem sie Einflüsse von Rock, Reggae und Hip Hop kombiniert und ihren Stil „Anarcumbia“ tauft, vor allem aufgrund ihrer rebellischen Texte.

Die mexikanische Cumbia entwickelte sich Anfang der 1940er Jahre, als der kolumbianische Sänger Luis Carlos Meyer Castandet nach Mexiko emigrierte und zusammen mit dem mexikanischen Orchester Direktor Rafael de Paz einige Lieder aufnahm. Traditionell stammt die Cumbia aus Kolumbien, wo sie ursprünglich ein Paartanz ist und von „gaitas“ (Flöten aus Kaktus oder Bambusrohr), dem Akkordeon, Maracas und verschiedenen Trommeln begleitet wird. In Mexiko ist es heute die Musik der “breiten Masse” mit eingängigen Melodien und Texten über Liebe und Herzschmerz.

Die „Queen of Anarcumbia“ hingegen ist eine der lauten Stimmen, welche Themen der Bürger und ihres gewöhnlichen Alltags aufgreift und kritisch verarbeitet. Mit ihren Songs möchte sie auch die “breite Masse” erreichen, aber mit ihren Texten vor allem zum Nachdenken anregen, weswegen sie besonders von vielen jüngeren Mexikanern aufgrund ihrer Einstellung sehr geschätzt wird. Ihr erstes Album „La Reina de la Cumbia“ erschien Anfang 2008, das zweite „La Descarada“ im Oktober 2009. In ihren Songs kritisiert sie die mexikanische “High Society”, die Oberflächlichkeit im Land, das Drogengeschäft und aktuell die Wahl des mexikanischen Präsidenten Peña Nieto. Dieser erhielt während seines Wahlkampfes viel Unterstützung vom Medienkonzern Televisa. Außerdem ist er mit der hübschen Telenovela- Schauspielerin Angelica Rivera Hurtado verheiratet – Glanz und Glamour, die für das Volk wohl mehr zählen als die politische Ausrichtung und Kompetenz ihres Präsidenten – ein Thema, welches die Sängerin momentan sehr beschäftigt.

Wegen ihrer kritischen Texte wurde die Sängerin auch von ihrem früheren Label Sony- BMG fallen gelassen, welches ihr genaue Vorgaben machen wollte, worüber und wie sie es singt. Nun managed Amandititia ihre Karriere selbst, mit Hilfe ihres Mannes und dem Internet macht sie ihre Songs bekannt und möchte bald ein neues Album herausbringen. Die Trennung von Sony verarbeitete sie im Song „Odio a mi jefe“ – zu Deutsch: „Ich hasse meinen Chef“. Eine sehr temperamentvolle Frau, die sich von nichts und niemanden etwas sagen lässt.