Trekking in Mexikos Vulkanlandschaften: Aktivreisen zwischen Popocatépetl, La Malinche und Pico de Orizaba

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Ulrike

Hallo, ich bin Ulrike. Ich arbeite seit 2009 bei MEXICO MIO. Hier schreibe ich über Aktuelles und Besonderes aus Mexiko. Wenn ihr Fragen habt oder meine Reiseberatung in Anspruch nehmen möchtet, hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt mir eine Email an ulrike@mexico-mio.de.

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Wanderreisen in Mexikos unglaublichen Vulkanlandschaften

Ich gebe es zu: Ich bin ein absoluter Bergfan! Wenn sich vor mir am Horizont eine Gebirgskette abzeichnet, wenn ein erhabener Vulkan in den strahlend blauen Himmel ragt, wenn ich von einem Gipfel in die weite Landschaft schaue, dann hüpft mein Herz. Kannst du dir vorstellen, wie glücklich ich mich fühle, wenn ich die mexikanischen Sierras überfliege und in Mexico City lande? Wie mich das Vulkanpanorama fasziniert, das ich aus dem Busfenster in Richtung Puebla sehe?
Kaum eine Region Mexikos vereint so viele unterschiedliche Bergwelten auf engem Raum wie die Bundesstaaten Puebla und Tlaxcala. Von gemütlichen Wanderungen durch Pinien- und Nebelwälder bis zu anspruchsvollen Trekkingtouren auf über 5.000 Meter Höhe findet hier fast jeder seine persönliche Traumtour.

Die Matlalcuéyetl im Morgenlicht

Die Matlalcuéyetl im Morgenlicht

Die schönsten Vulkane und Berglandschaften östlich von Mexiko-Stadt?

In diesem Blogartikel soll es um diese Orte, diese mexikanischen Vulkane und Berge, gehen. Dabei konzentriere ich mich auf die Spitzen östlich und nordöstlich von Mexico City, denen ich mich bereits etwas angenähert habe. Also der Popocatépetl, der Itzaccíhuatl, der Matlalcuéyetl (auch: La Malinche), der Pico de Orizaba, der Vulkan Sierra Negra sowie die Sierras Norte und Nororiental vom Bundesstaat Puebla. Bei den Aktivitäten, die ich dir vorstellen möchte, gibt es für alle Schwierigkeitslevel etwas. Und natürlich sind die vorgeschlagenen Reisebausteine zu den Vulkanen und Bergen Mexikos über uns – MEXICO MIO – buchbar.

Wo habe ich den schönsten Blick auf Popocatépetl und Iztaccíhuatl?

Das legendäre Vulkanpanorama des Paso de Cortés

Wenn ich Kunden berate, die auf der klassischen Route von Mexico City via Puebla nach Oaxaca fahren wollen, dann fällt mir die Entscheidung für die Gestaltung des ersten Streckenabschnitts Mexiko-Stadt – Puebla immer schwer. Es gibt die Möglichkeit, via der Pyramiden von Teotihuacán nach Puebla zu fahren, oder auf der Carretera mit Abstecher zum Pyramidenberg von Cholula oder aber die Fahrt über den Paso de Cortés.
Letzteren lernte ich im Oktober 2025 kennen und war direkt “hin und weg”. Ich hatte das Glück an einem wolkenlosen Vormittag hier anzukommen, Wind strich durch das Gras und trug Pinienduft durch die Luft, auf der einen Seite des Passes spuckte der Popocatépetl Rauch und auf der anderen Seite “lag” Itzataccíhuatl.
Diese Vulkane sind so formschön, so majestätisch und gleichzeitig durch die ständige Aktivität des Popo auch etwas furchteinflößend. Am Paso de Cortés kommst du beiden sehr nah.

Der Rauch speihende Popocatépetl
Gegenüber die Iztaccíhuatl

Wann kann ich die Vulkane bei Mexico City am besten sehen?

Es gibt natürlich keine Wettergarantie und so kann es passieren, dass beide Vulkane wolkenverhangen sind und es regnet. Du kannst deinem Glück aber etwas nachhelfen, indem du morgens / vormittags den Pass besuchst, denn Regen zieht sich eher gegen Mittag zusammen und fällt am Nachmittag. Zudem sind unsere Herbst- und Wintermonate Oktober bis Dezember meist gut geeignet für sonnenklare Tage.

Welche Wanderungen und Bergtouren kann ich an den Vulkanen unternehmen?

Wer die Vulkanlandschaft nicht nur bewundern, sondern aktiv erleben möchte, findet rund um den Iztaccíhuatl (5.230 m) zahlreiche geführte Wanderungen. Wir arbeiten gern mit der lokalen Agentur Unlimited Puebla, die Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade anbietet – von Tageswanderungen bis hin zu anspruchsvollen Hochgebirgstouren – zusammen. Ausgangspunkt für eine Tageswanderung am Izta ist meist der Paso de Cortés auf rund 3.500 Metern bzw. der letzte Parkplatz „La Joyita“ auf 3.900 Metern. Je nach Kondition und Wetter führen die Touren bis auf etwa 4.500 Meter Höhe. Aufgrund der dünner werdenden Luft und der körperlichen Anforderungen sind eine gute Grundkondition, ausreichend Flüssigkeit und eine gewisse Höhenverträglichkeit wichtig. Du solltest bereits ein paar Tage in der Höhe gewesen sein (Mexico City liegt auf ca. 2.200 m, Puebla auf ca. 2.100 m über dem Meeresspiegel). Die Verpflegung während der Tagestour kommt übrigens von lokalen Bauern und Köchinnen: Tamales, Atole und Quesadillas.

Kann ich den Popocatépetl besteigen?

Der aktive Popocatépetl darf aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden. Hier haben nur die angrenzenden Gemeinden, wie z.B. Santiago Xalitzintla, und der Tiempero am 12. März die Möglichkeit, bis zum “Ombligo” (dem sogenannten Bauchnabel) des Popo aufzusteigen.
Der Tiempero ist eine Person, die mit dem Geist des Vulkans kommunizieren kann, es werden Rituale durchgeführt und um Regen, fruchtbare Erde und eine gute Ernte gebeten.

Wo kann ich mit Blick auf die Vulkane übernachten?

Die Wanderungen am Itzaccíhuatl sind als Tagestouren ab Puebla konzipiert. Du kannst aber auch in der Nähe der Vulkane in den Pinienwäldern übernachten. Eine besonders stimmungsvolle Herberge mit einem einmaligen Blick auf den Popocatépetl ist die Aldea Pachamama. Die rustikalen Holzbungalows und Baumhäuser liegen auf einer Höhe von ca. 3600 m, es gibt keinen Strom, kein WiFi und kein Signal für Mobiltelefone. Derzeit verfügen drei Zimmer über ein Privatbad, die anderen Gäste nutzen Gemeinschaftsbäder. Frühstück, Mittag und Abendessen werden angeboten.
Und was machst du dann mitten in der Natur und ohne Handy? Wandern, meditieren, Yoga, Lagerfeuer, Brettspiele und vieles mehr.
Für wen eignet sich das Cabañahotel Aldea Pachamama? Natürlich für Wanderer, Naturliebhaber, Fotografen, aber auch für Yogis und für alle, die “digital detox” machen möchten.

Pinienwald in der Nähe des Paso de Cortés

Lichter Pinienwald in der Nähe des Paso de Cortés

Cholula – Astroarchäologie in Sicht der Vulkane

Die Ausrichtung der Großen Pyramide von Cholula, die Sichtachsen zu Popocatépetl und Iztaccíhuatl sowie die Bedeutung astronomischer Ereignisse machen die Region zu einem faszinierenden Forschungsgebiet der Astroarchäologie. Wer sich für vorspanische Kosmologie, Landschaftsarchäologie oder präkolumbische Astronomie interessiert, findet hier weit mehr als eine gewöhnliche Ausgrabungsstätte.

 

La Malinche – der anmutige Vulkan zwischen Puebla und Tlaxcala

Der unterschätzte Nationalpark Malintzín

Die Silhouette der Malinche zeichnet sich durch die sanft geschwungenen Hänge aus, die sie im Vergleich zu den schroffen Vulkanen der Region fast elegant und anmutig wirken lassen. Dennoch ist sie mit ca. 4.460 m der 6. höchste Berg (bzw. Vulkan) Mexikos.
Sie trägt – neben „Malintzín“ – auch den Namen Matlalcuéyetl, „Die mit dem blauen Rock“ – eine Göttin des Regens und der Gewässer und Gefährtin des Regengottes Tlaloc in der Nahua-Welt. Ihre ausgedehnten Wälder speichern Wasser, speisen zahlreiche Quellen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wasserversorgung der umliegenden Gemeinden. Der Malinche-Nationalpark liegt sowohl im Bundesstaat Puebla als auch in Tlaxcala.

Kann ich eine Vulkanwanderung am La Malinche unternehmen?

Die Malinche eignet sich sowohl für gemütliche Wanderungen in den Nadelwäldern des Nationalparks als auch für anspruchsvollere Gipfeltouren. Besonders beliebt sind die Zugänge über Huamantla auf der Nordostseite des Vulkans und über die Stadt Tlaxcala, von der aus ebenfalls Ausflüge in den Nationalpark möglich sind.
Den Gipfel erreichst du bei einer Ganztagestour (Dauer: etwa 8 bis 12 Stunden; anspruchsvoll) oder du nimmst dir etwas mehr Zeit und erwanderst dir die Malinche in zwei Tagen. Du übernachtest in einem Zeltlager und beginnst den Aufstieg im Morgengrauen. Du solltest bei den Wanderungen auf alle Fälle einen Guide an deiner Seite haben. Dennoch ist diese Gipfeltour auch für Einsteiger geeignet. Eine Akklimatisierung an die Höhe ist empfohlen. Beste Wandermonate sind November bis März, am besten früh im Morgengrauen loslaufen, um den Nebel am Nachmittag zu vermeiden.

Hacienda Santa Barbara Boutiquehotel

Für eine Übernachtung in der Nähe der Matlalcuéyetl empfehle ich dir die malerisch gelegene Hacienda Santa Barbara. Sie bietet dir einen direkten Blick auf die Malinche, vor allem in der Cabaña “Perro sin dueño” (dt.: Bungalow „Hund ohne Besitzer”).
Du erreichst sie nach einer Fahrt durch eine beeindruckende Allee. Sie liegt inmitten der Natur, abgeschieden und ruhig. Frühstück und Abendessen gibt es frisch zubereitet in der Hacienda an einer großen Tafel zusammen mit den anderen Hotelgästen.

Blumendeko in der Hacienda Santa Barbara
Das wunderschöne Esszimmer der Hacienda Santa Barbara

Nutze die Zeit für eine Erkundung des ehemaligen Hacienda-Geländes, der Kapelle und der Ausstellung (derzeit eine multimediale Ausstellung zum Thema Mais in Mexiko). Zudem kannst du Workshops (z.B. Pflanzenfarben-Workshop oder Nixtamalización) buchen und an einem Temazcal teilnehmen.
Auch für Hochzeitsfeiern ist die Hacienda mit ihrer Kombination aus Komfort, Eleganz und rustikalem Stil sehr beliebt.
Ich bin von der Hacienda Santa Barbara mit einem Gefühl der “Fülle” abgereist. Ich war auf allen Ebenen verwöhnt worden – beim Essen und Trinken, durch die Begegnungen und Menschen, durch die Ästhetik der Haciendaräume, durch die Düfte im Garten und natürlich durch diese grandiose Landschaft. Ich freue mich, wenn ich bald wiederkommen darf!
Für wen eignet sich das Haciendahotel Santa Barbara? Paare fühlen sich hier sehr wohl, natürlich auch bei besonderen Anlässen wie Hochzeitstag oder Geburtstag. Aber auch Freundinnen, die raus aus der Stadt an einen Ort mit Stil und Ambiente mitten in der Natur möchten.
Tipp: Stell dir den Wecker und erlebe den Sonnenaufgang auf dem Dach der Haciendakapelle!

Die Hacienda Santa Barbara und im Hintergrund die Malinche

Die Hacienda Santa Barbara und im Hintergrund die Malinche

Pico de Orizaba – Mexikos höchster Berg

Gigant zwischen Puebla und Veracruz

Der Pico de Orizaba hat mich inzwischen auf vielen Reisen durch Puebla begleitet. Bis jetzt sah ich ihn nur als schneebedeckte Silhouette am Horizont – mal sehen, wann ich mich ihm nähern kann.
Mit 5.636 Metern ist er der höchste Berg Mexikos, der höchste Vulkan Nordamerikas und der dritthöchste Berg des Kontinents, und verbindet die Bundesstaaten Puebla und Veracruz. Er wird auch mit seinem Nahua-Namen Citlaltépetl („Sternenberg“) angesprochen. Du kannst dir vorstellen, dass hier die Lichtverschmutzung gering und der Blick auf die Sterne und die Milchstraße perfekt ist. Nicht umsonst steht hier in der Nähe (nämlich auf dem Vulkan Sierra Negra, den ich gleich noch erwähne) das Gran Telescopio Milimétrico, das Radioteleskop.
Während die meisten Gipfel Mexikos nur noch gelegentlich Schnee tragen, hält sich auf dem Pico de Orizaba oft noch eine weiße Haube, die ihm selbst aus großer Entfernung eine majestätische Erscheinung verleiht.

Der Citlaltepetl (Pico de Orizaba) im Hintergrund

Der Citlaltepetl (Pico de Orizaba) im Hintergrund, im Vordergrund der Vulkan Sierra Negra

Trekking und Bergsteigen am Pico de Orizaba

Der Pico de Orizaba ist kein Vulkan für einen spontanen Sonntagsspaziergang. Eine Gipfelbesteigung hat Expeditionscharakter und verlangt Erfahrung im Hochgebirge, eine gute Akklimatisierung sowie eine solide körperliche Verfassung. Die Begleitung durch einen erfahrenen Guide ist anzuraten. Viele Touren starten in den Hochlagen des Nationalparks und führen durch karge Vulkanlandschaften bis an die Schnee- und Eisfelder des Berges. Selbst wer den Gipfel nicht anstrebt, findet in der Umgebung anspruchsvolle Wanderungen mit spektakulären Ausblicken auf den Vulkan und die benachbarte Sierra Negra. Für aktive Reisende gehört die Region zu den eindrucksvollsten Berglandschaften Mexikos.

Welche Unterkunft ist am Pico de Orizaba empfehlenswert?

Möchtest du die Atmosphäre des höchsten Berges Mexikos in Ruhe genießen und dich an die Höhe akklimatisieren? Ich kann dir die rustikale, wunderschön gelegene Unterkunft Villas Pico de Orizaba – inmitten der Berglandschaft auf ca. 3400 m Höhe – empfehlen. Ich war zwar ehrlich gesagt noch nicht persönlich hier, aber sie steht ganz weit oben auf meiner Liste der Orte, die ich als nächstes besuchen möchte.
Es gibt verschiedene Zimmerkategorien – vom einfachen Glamping mit Gemeinschaftsbad bis zum komfortablen Bungalow mit Kamin, Feuerstelle und Blick Richtung Sonnenaufgang. Elektrizität ist begrenzt, es kann nachts kalt werden. Eine warme Decke, ein Kaminfeuer und die freundliche Betreuung durch das Team sorgen für Herzenswärme.
Für wen eignet sich das Cabañahotel Villas Pico de Orizaba? Ich sehe hier vor allem Wanderer, Trekkingsfans und Bergsteiger. Ein gewisses Level an Aktivität und Abenteuerlust sollten mitgebracht werden.

Sierra Negra – mystischer Vulkan im Schatten des Citlaltépetl

Vulkan, Observatorium und Mondlandchaft

Der Sierra Negra liegt im Schatten seines berühmten Nachbarn, des Citlaltépetl (Pico de Orizaba). Während der höchste Berg Mexikos oft alle Blicke auf sich zieht, öffnet sich hier eine stillere, weitläufige Landschaft aus Lavafelder und Grasflächen, die stellenweise fast mondartig anmutet. Der Vulkan erhebt sich auf über 4.500 Meter und gehört damit zu den höchsten Gipfeln Mexikos – auch wenn er auf den ersten Blick zurückhaltender wirkt als seine dramatischen Nachbarn.
Auf dem Sierra Negra steht eines der wichtigsten wissenschaftlichen Observatorien der Welt: das Gran Telescopio Milimétrico Alfonso Serrano, das die klare, trockene Höhenluft für astronomische Forschung nutzt. Was für ein spannendes Zusammentreffen von uralter Erdgeschichte und dem Blick ins Universum!
Achtung: Der Zugang zur Spitze ist begrenzt; die besten Trekkingmonate für den Sierra Negra sind Oktober bis April.

Der Vulkan Sierra Negra mit dem Teleskop auf dem Gipfel

Der Vulkan Sierra Negra mit dem Teleskop auf dem Gipfel

Wie kann ich am Sierra Negra Vulkan wandern?

Der Sierra Negra wird weniger wegen klassischer Gipfelwanderungen besucht, sondern wegen der Blicke auf den Pico de Orizaba und wegen der stillen Umgebung, die eine fast meditative Atmosphäre schafft. Erfahrene Wanderer und Bergsteiger nutzen den Sierra Negra häufig zur Akklimatisierung für die Besteigung des hohen Nachbars.
Wer sich dem Vulkan nicht nur sportlich, sondern auch kulturell und spirituell nähern möchte, findet im zweitägigen Trekking-Baustein „Sendero de Quetzalcóatl“ (dt. „Weg des Quetzalcóatl“) von der Agentur Tlaloque ein außergewöhnliches Erlebnis. Nach einer Nacht am Ufer der Laguna de xxx führt die Tour auf den yyy und verbindet Wanderung, Natur und die ancestralen Traditionen der Region zu einer besonderen Erfahrung.

Lebendes Labor der Erde: Mexikos Vulkane und Erdbeben verstehen

Mexiko gehört zu den faszinierendsten Regionen der Welt für Geowissenschaften. Mehrere tektonische Platten treffen hier aufeinander, aktive Vulkane wie der Popocatépetl werden rund um die Uhr überwacht und moderne Messnetze liefern kontinuierlich Daten zu Erdbeben und vulkanischer Aktivität. Für besonders interessierte Reisende können wir – je nach Verfügbarkeit – Begegnungen mit Vulkanologinnen, Seismologen oder Forschenden der UNAM organisieren, etwa zu Themen wie Vulkanüberwachung, seismische Messverfahren oder den geologischen Prozessen, die Mexiko bis heute formen.

 

Sierra Norte de Puebla – Nebelwälder und grüne Berglandschaften

Die Sierra Norte de Puebla erhebt sich nördlich der Stadt Puebla und bildet den Übergang vom mexikanischen Hochland zum feuchten Küstentiefland des Golfs von Mexiko. Die Region ist geprägt von sattgrünen Bergen, tiefen Schluchten, Wasserfällen und dichten Nebelwäldern. Aufgrund der Feuchtigkeit erscheinen die Hänge fast das ganze Jahr über in verschiedenen Grüntönen. Zwischen Kaffeeplantagen und kleinen Bergdörfern eröffnet sich eine Landschaft, die viele Besucher eher an Costa Rica als an das zentrale Mexiko erinnert.

Welche Wanderung kann ich in der Sierra Norte de Puebla unternehmen?

Die Sierra Norte eignet sich hervorragend für Wanderungen durch Bergnebelwälder und zu Wasserfällen. Rund um Huauchinango und Xicotepec führen Wege durch die üppig-grünen Wälder, vorbei an Orchideen, Farnen und Aussichtspunkten über die Berglandschaft. Hier steht weniger die sportliche Herausforderung im Vordergrund als vielmehr das Eintauchen in eine der artenreichsten Regionen Mexikos. Zu einer schönen halbtägigen Wanderung ab Xicotepec habe ich in meinem Blogbeitrag zur Sierra Norte de Puebla geschrieben. Dort kannst du auch zu meinen Hotelempfehlungen lesen. Es gibt gleich zwei Sehnsuchtsorte: Die Cabañas Buenavista und die Cabañas Tzahuinco – aber lies mal selbst!

Sierra Nororiental de Puebla – Bergnebelwald und lebendige Traditionen

Die Sierra Nororiental de Puebla liegt nordöstlich der Stadt Puebla und reicht bereits bis an die Ausläufer des Bundesstaates Veracruz. Die Region ist von steilen Bergen, tief eingeschnittenen Tälern und einem feuchten Bergnebelwald geprägt. Immer wieder öffnen sich spektakuläre Ausblicke auf die grünen Bergrücken. Gleichzeitig ist die Sierra Nororiental ein kulturell außergewöhnlich lebendiger Raum, in dem Nahua- und Totonaken-Gemeinschaften ihre Traditionen bis heute bewahrt haben.

Kann ich in der Sierra Nororiental bei Cuetzalan eine Aktivreise unternehmen?

Rund um Cuetzalan verbirgt sich eines der größten Höhlen- und Untergrundflusssysteme Mexikos. Besonders eindrucksvoll sind die Grutas de Atepolihui bei der Nahua-Gemeinde San Miguel Tzinacapan, etwa 20 Minuten von Cuetzalan entfernt. Gemeinsam mit lokalen Guides wanderst du durch den Bergnebelwald, steigst in die Höhlen hinab und watest stellenweise durch unterirdische Flüsse – ein kleines Abenteuer in einer verborgenen Welt unter der Sierra Nororiental. (Diese Tour kenne ich noch nicht persönlich.)
Auch zur Sierra Nororiental habe ich einen ausführlichen Blogbeitrag mit Unterkunftstipps geschrieben. Auch hier ist ein Stück meines Herzens hängengeblieben – dabei hatten die Stickerinnen von Yohualichan, Miguel, sein Tourismusprojekt “Ecoturismo Esencia Rural” und sein Wald (bosque comestible) einen gehörigen Anteil.

Ein Blick über den Tellerrand: Weitere Bergwelten Mexikos

Die Vulkane von Puebla und Tlaxcala haben für mich einen ganz besonderen Zauber. Gleichzeitig sind sie eine Einladung, den Blick immer wieder auf neue Bergwelten zu richten.
Westlich von Mexiko-Stadt erhebt sich der Nevado de Toluca (auch: Xinantécatl; ca. 4.630 m) mit seinen berühmten Kraterlagunen Laguna del Sol und Laguna de la Luna. Auf unserer Websete findest du einen Reisebaustein für den Nevado de Toluca und Umgebung.

Nevado de Toluca – zeitweise geschlossen und geschützt

Der Nationalpark Nevado de Toluca war in den letzten Jahren wiederholt zeitweise geschlossen oder nur eingeschränkt zugänglich. Hintergrund waren sowohl Sicherheitsaspekte als auch Maßnahmen zum Schutz des empfindlichen Hochgebirgsökosystems. In den Phasen der Schließung konnten sich Vegetation und Tierwelt in den hochsensiblen Zonen spürbar regenerieren. Heute wird der Zugang je nach Lage weiterhin streng reguliert – ein Beispiel dafür, wie Naturschutz und Besucherlenkung in mexikanischen Hochgebirgsregionen zunehmend zusammengedacht werden.

In Puebla wartet mit dem Cerro El Teyotl (der poetische Nahuatl-Namen bedeutet übersetzt sp. “donde nacen las piedras”/dt. “wo die Steine geboren werden”), ein nahezu unbekannter Viertausender (ca. 4.650 m) auf erfahrene Wanderer.
Und nördlich von Querétaro eröffnet die Sierra Gorda eine ganz andere Bergwelt aus Nebelwäldern, tiefen Schluchten und spektakulären Aussichtspunkten. Auch zu dieser bezaubernden, wenig bekannten Region haben wir auf unserer Webseite einen Reisebaustein Sierra Gorda.
Je mehr ich Mexikos Berglandschaften entdecke, desto länger wird meine Liste der Orte, die ich noch erkunden und irgendwann hier vorstellen möchte.

Und nun die gute Nachricht…

Schwirrt dir gerade etwas der Kopf bei den vielen Orten, Namen und Empfehlungen?
Keine Sorge – ich habe einen guten Überblick und zudem die Kollegen vor Ort, die all deine Fragen beantworten können. Viele dieser Bausteine kenne ich persönlich oder habe sie gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern entwickelt.

Und nun die gute Nachricht: Du musst dich nicht für nur eine dieser Bergwelten entscheiden – viele der vorgestellten Regionen lassen sich wunderbar zu einer abwechslungsreichen Reise rund um Mexiko-Stadt kombinieren.

Seit 2007 stellen wir bei MEXICO MIO maßgeschneiderte Reisen durch Mexiko zusammen und kombinieren dabei besondere Unterkünfte, aktive Naturerlebnisse und authentische Begegnungen. Wenn dich die Vulkane Mexikos ebenso begeistern wie mich, plane ich gern gemeinsam mit dir deine persönliche Reise in diese außergewöhnliche Bergwelt.

Bergpanorama im Bundesstaat Puebla

FAQ: Häufige Fragen zu den Vulkanen bei Mexiko-Stadt

Wie hoch sind die Vulkane rund um Mexiko-Stadt?

Die höchsten und bekanntesten Vulkane rund um Mexiko-Stadt sind der Pico de Orizaba (5.636 m), der aktive Popocatépetl (5.426 m) und der Iztaccíhuatl (5.230 m). Doch die Vulkanregion hält auch zahlreiche Wanderungen in niedrigeren Höhenlagen bereit, die sich ideal für aktive Reisende eignen, die gerne wandern und die Natur genießen möchten, ohne an ihre körperlichen Grenzen zu gehen.

Wann ist die beste Reisezeit für Vulkanwanderungen?

Die beste Reisezeit für Vulkanwanderungen rund um Mexiko-Stadt ist in der Trockenzeit von November bis April, wenn die Sicht klarer ist und die Wege stabiler sind. Besonders in den frühen Morgenstunden sind die Bedingungen ideal, da es noch kühl ist und sich weniger Wolken um die Gipfel bilden. In der Regenzeit von Mai bis Oktober kann es hingegen rutschig und wetterbedingt unbeständiger sein. Es gibt niemals eine Garantie für Wetter und Sicht, sondern es bleibt Glückssache.

Welche Vulkanwanderung eignet sich für Einsteiger?

Für Einsteiger eignet sich besonders die Wanderung auf den La Malinche (4.461 m) zwischen Puebla und Tlaxcala, da sie technisch nicht schwierig ist und gut markierte Routen bietet. Auch der Nevado de Toluca ist beliebt, da man fast bis zum Kraterrand fahren und von dort aus kürzere Wanderungen zu den Lagunen im Krater unternehmen kann. Beide Touren erfordern zwar eine gute Grundkondition, sind aber im Vergleich zu den höheren Gipfeln der Region gut machbar.

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Zwischen Schluchten und Stille: Wie ich Mexiko bei meiner Reise durch den Kupfer Canyon neu erlebte

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