Kolumbien: Ein Land der Begegnungen – und warum ich sein touristisches Potenzial erst vor Ort verstanden habe
AUTORIN
Ulrike
Hallo, ich bin Ulrike. Ich arbeite seit 2009 bei MEXICO MIO. Hier schreibe ich über Aktuelles und Besonderes aus Mexiko. Wenn ihr Fragen habt oder meine Reiseberatung in Anspruch nehmen möchtet, hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt mir eine Email an ulrike@mexico-mio.de.
Eigentlich bin ich ja Mexiko-Spezialistin…
…und liebe dieses Land von ganzem Herzen.
Umso überraschender ist es vielleicht, dass mich in den letzten Wochen ein anderes Ziel nicht mehr losgelassen hat: Kolumbien.
In den Winterferien war ich dort gute 2 Wochen mit einer Freundin unterwegs – mit der Neugier einer Reiseveranstalterin. Ich wollte ein neues Land kennenlernen, Kulturen und Landschaften genießen und klar auch checken, wie sicher oder unsicher sich dieses Land nun eigentlich anfühlt.
Was ich nicht erwartet habe: Dass mich diese Reise auf einer ganz anderen Ebene berühren würde. Denn am Ende waren es nicht in erster Linie die Orte, die im Gedächtnis geblieben sind, sondern die Menschen.


Was Kolumbien für mich so besonders macht
Ich habe selten ein Land erlebt, in dem man so schnell so tief mit Menschen in Kontakt kommt.
Diese Offenheit. Diese Herzlichkeit. Dieses wirklich ehrliche Interesse daran, dass du dich wohlfühlst. Und diese Freundlichkeit wirkt nicht inszeniert und gilt nicht nur für Touristen.
Sie ist einfach echt.
Und genau das hat diese Reise für mich zu etwas Besonderem gemacht.

Marlen fühlte sich willkommen in Kolumbien!
Begegnungen, die bleiben
🌿 Unterwegs im Café-Dreieck – ein Tag mit Jhon
Manche Erlebnisse kann man nicht planen.
Im Café-Dreieck waren wir mit Jhon unterwegs – eigentlich nur für einen Transfer gedacht.
Am Ende wurden daraus fünf Stunden voller kleiner Entdeckungen.
Eine Kaffee-Finca am Wegesrand.


Ein neu eröffnetes Café, auf das er uns stolz aufmerksam machte.
Ein Aussichtspunkt in Buena Vista, mit Blick über diese unglaubliche Landschaft.
Wir hielten dort, wo es sich richtig anfühlte.
Unser erstes Paisa zum Mittag – Reis, rote Bohnen, Hackfleisch, Chicharrón (gebratener Schweinebauch), Chorizo (Wurst), ein Spiegelei, Arepa (Maisfladen), Avocado und Kochbanane. Einfach, sehr schmackhaft und genau das Richtige nach so einem ereignisreichen Tag.
Und was mir dabei besonders in Erinnerung geblieben ist, war der Moment nach dem Bezahlen:
„Wo kommt ihr her? Wie heißt ihr?“
Mene Freundin antwortet und auch ich sage “Ich heiße Marlen und komme aus Deutschland ” – und wir bekommen als Erwiderung:
„Was für wunderschöne Namen, mis amores.“
Diese Herzlichkeit, dieses ehrliche Interesse – das begegnet dir hier immer wieder.
🎭 Karneval in Barranquilla – mittendrin statt nur dabei
Dann dieser völlige Kontrast zur ruhigen Natur des Kaffeedreiecks: der Karneval.
Über Fritz, einen Deutschen vor Ort, wurden wir in seinem kolumbianischen Freundeskreis für drei Tage aufgenommen. Und plötzlich waren wir nicht mehr nur Beobachter. Sondern Teil der Karnevals-Euphorie: Familien, die bei den gigantischen Paraden an der Seite stehen oder sitzen und gemeinsam feiern. Mitsingen, tanzen, lachen, sich gegenseitig mit Espuma de Alegría und Maismehl bewerfen.
Ein wildes, buntes, lebensfrohes Durcheinander – und gleichzeitig ein Gefühl von Zugehörigkeit, das ich so selten erlebt habe.
Ich habe mich in diesem Moment unglaublich willkommen gefühlt.
Und vor allem: sicher.
💃 Cali – wenn Salsa mehr ist als nur Tanz
Cali war für mich ein emotionaler Höhepunkt. Nicht nur wegen meiner Liebe zur Salsa – sondern wegen dieses einen Abends im Lokal El Mulato.
Überall um uns herum: perfekt gestylte Tänzer.
Glänzende Lackschuhe.
Paillettenkleider & Federschmuck.
Farbige Samtanzüge, Goldketten, Hüte.
Und eine Energie auf der Bühne, während der Show-Einlage, die man kaum beschreiben kann. Aber auch lange nicht mit weniger Energie, wenn die Locals und Besucher ihr Tanzbein schwingen. Das war keine Show für Touristen. Das war gelebte Leidenschaft.
Und dann war da noch Kevin, der uns sein Cali gezeigt hat – ganz selbstverständlich, ganz herzlich. Ein lokaler Marktbesuch, gemeinsames Essen, Gespräche über das Leben. Er kennt Deutschland über einen Studienaufenthalt; seine Freundin lebt gerade bei uns in Leipzig. Seine Sicht auf die zwei unterschiedlichen Kulturen ist beeindruckend. Wieder so ein Moment, der nur auf Reisen entstehen kann.
Und natürlich: die Orte in Kolumbien sind alle eine Reise wert
So sehr mich die Begegnungen geprägt haben – Kolumbien ist natürlich auch landschaftlich und kulturell unglaublich vielseitig.
In Bogotá war es der Blick vom “Hausberg” Monserrate über die Stadt, der mir vor Augen bleibt.
Und dieser Kontrast: danach durch das lebendige Univiertel schlendern und abends in einem kleinen Salsa-Club mit Liveband tanzen.
Cartagena hat mich auf eine ganz andere Art begeistert:
Die goldene Stunde am Malecón – vor uns das moderne Stadtbild, hinter uns die historische Altstadt.
Und dann die Farben von Getsemaní, dieses kreative, vibrierende Viertel.


Später: Salsa im Havana Club, gemeinsam mit Locals und Reisenden – bis tief in die Nacht.
An der Karibikküste wurde es ursprünglicher.
Die Fahrt im „Chicken Bus“ mit Einheimischen – laut, eng, lebendig.
Und dann plötzlich diese Ruhe im Tay Beach Resort.
Abends an der Bar sitzen und mit der Bardame über aktuelle Reggaeton-Songs sprechen.
Auch das: Begegnung.

Strand in der Nähe des Tay Beach Resort an der Karibikküste
Im Café-Dreieck dann wieder eine ganz andere Welt:
Grüne Hügel, soweit das Auge reicht.
Der Blick von unserem Balkon im Airbnb, während irgendwo Kühe muhen, Hunde bellen und Mopeds vorbeiknattern. Ein Kolibri schwirrt durch die Luft.
Und ja – auch Orte wie das Cocora-Tal mit seinen berühmten Palmen, die fast ein bisschen wie ein Freizeitpark wirken…Und gleichzeitig einfach wunderschön sind.
Kolumbien & Mexiko – was verbindet diese Länder?
Viele von euch kennen mich über Mexiko – und vielleicht fragt ihr euch:
Ist Kolumbien vergleichbar?
Ich würde sagen:
Ja – und nein.
Beide Länder sind unglaublich reich an Kultur.
Beide bieten eine enorme landschaftliche Vielfalt.
Und in beiden spielt Lebensfreude eine große Rolle.
Aber: Sie fühlen sich anders an.
Kolumbien hat für mich eine besondere Nähe.
Eine Direktheit im Kontakt.
Ein Gefühl von „Du bist willkommen“ – egal, wo du bist.
Und (ganz ehrlich 😉):
Beim Essen gibt es Unterschiede.
Ich habe die mexikanischen Salsas wirklich vermisst.
Diese Vielfalt, diese Intensität…
Mein Fazit zur Kolumbien-Reise mit meinem Mexiko-Background
Diese Reise hat mir gezeigt, wie viel Potenzial Kolumbien hat.
Vor allem für alle, die mehr suchen als schöne Orte.
Für alle, die eintauchen wollen.
Die Begegnungen schätzen.
Die ein Land wirklich spüren möchten.
Ich habe vor Ort Partner besucht, denen ich vertraue und mit denen wir genau solche Reisen für dich gestalten können. Und genau deshalb werde ich Kolumbien künftig anbieten. Nicht als Alternative zu Mexiko. Sondern als ganz eigenes Erlebnis.
Lust auf Kolumbien bekommen?
Wenn du Kolumbien nicht einfach nur bereisen,
sondern wirklich erleben möchtest –
mit echten Begegnungen, besonderen Momenten und ganz viel Herz:
Dann melde dich gern bei mir.
Ich plane deine Reise so, dass genau solche Erlebnisse möglich werden.

Herrlicher Blick über die Landschaft des Kaffeedreiecks
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