Wer die einzigartige Flora und Fauna Mexikos kennen lernen möchte, sollte unbedingt einen Besuch in den kleinen Fischerstädtchen Celestún oder Río Lagartos auf der Halbinsel Yucatán einplanen.

Celestún liegt westlich von Mérida an der Küste Yucatáns und bietet mit seinem Mangroven Biosphärenreservat und den dort beheimateten Flamingos ein wahres Paradies für alle Naturliebhaber. Das kleine Fischerstädtchen ist zwar überschaulich, aber mittlerweile haben sich viele kleinere Hotels und Pensionen dort angesiedelt, denn es zieht viele Touristen dahin, die die Flamingos sehen wollen. Man kann zwar auch Tagestrips von der Stadt Mérida unternehmen, es empfiehlt sich aber wenigstens eine Nacht in Celestún zu verbringen, um eventuell schon in den Morgenstunden sich  auf eines der vielen BootFlamingose am Anliegerhafen zu schwingen und eine 3 bis 5-stündige Tour zu unternehmen. Die einheimischen Bootsfahrer können dabei oft die tollsten Geschichten über das Land und die Leute erzählen. Wer nicht so viel Zeit mitbringt, kann aber natürlich immer noch einen Tagesausflug in seine Yucatán Reise einbauen 😉 Von Mérida aus ist der Ort nur einen Katzensprung entfernt.

Oft werden jedoch auch aufgrund der vielen vielen Touristen, die mittlerweile kommen, Motorboote genutzt, die das Ökosystem negativ beeinflussen. Allerdings hält sich alles noch im Rahmen und die Leute legen großen Wert auf Nachhaltigen und Ökologischen Tourismus. Wer dies unterstützen möchte, ist besonders gut im Hotel Eco Paraíso Xixim aufgehoben. Das Hotel liegt extra ein wenig weg vom Wasser und ist daran interessiert im Einklang mit der Natur zu bestehen.  Es hat sich auch 2004 eine Initiative von Fischern zusammen geschlossen, die ebenfalls den Ökotourismus fördern: Manglares de Dzinitún. Man sieht also, dass dort wirklich Wert darauf gelegt wird, dass der Tourismus nichts zerstört. Denn auf keinen Fall sollte diese prächtige Vielfalt an Vegetation und Artenreichtum verloren gehen! :) Ireen hat auch bereits 2009 in einem Blogeintrag von ihrem Tag in Celestún berichtet.

Fischerboote

Ein Geheimtipp hingegegen ist das Dörfchen Río Lagartos weiter nordöstlich auf der Halbinsel Yucatán. Das dortige Naturschutzgebiet beheimatet die 2.  größere Kolonie von Kubaflamingos. Diese fallen mit ihrem dunkel rosa gefärbten Gefieder in großen Mengen besonders auf und bieten das perfekte Motiv für Fotos. Außerdem gibt es dort auch 100 andere verschiedene Vogelarten wie Pelikane oder Adler, auch Schildkröten oder sogar vereinzelt Krokodile!

Der beste Monat um die Flamingos zu sehen ist im April oder Mai. In Río Lagartos ist die Chance sogar noch höher viele dieser grazilen Vögel zu begegnen, da die Wasserstände in trockenen Perioden dort oft höher sind als in Celestún oder Progreso.

Da sich eher wenige Touristen dorthin verirren, kann es auch einmal passieren, dass alle Hotels und Pensionen geschlossen haben, aber keine Sorge: die Einheimischen sind sehr gastfreundlich und haben zur Not immer ein Bett frei. Unbedingt mitnehmen sollte man Bargeld: eine Bank ist auch weit und breit nicht aufzufinden ;). Wer gern Fisch isst, wird dort auch ein kulinarisches Paradies vorfinden. Empfehlenswert ist mit dem Mietwagen von Tizimín anzureisen, da auch die Infrastruktur noch nicht wirklich auf den Tourismus ausgerichtet ist. Unsere Mietwagenreise durch Yucatán ist auch noch flexibel und kann gern so geplant werden, dass ein Trip nach Río Lagartos  möglich ist. Ein Kunde hat bereits positiv von einer Übernachtungmöglichkeit (Hotel San Felipe de Jesus) im benachbarten Ort San Felipe berichtet. Denn so viel Auswahl gibt es nicht :). Aber gerade deshalb lohnt sich ein Besuch, um die noch unberührte Natur zu erleben.