Eine Reise zu mir selbst – mein längster Aufenthalt in Mexico City

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Marlen

Hallo, ich bin Marlen. Ich bin Geschäftsführerin bei MEXICO MIO. Hier im Blog nehme ich euch zu meinen Reisen in mein Lieblingsland Mexiko mit. Ab und zu berichte ich auch von guten Büchern oder gebe euch Reisetipps. Bei deiner persönlichen Reiseplanung bin ich dir gern behilflich - schreibe mir einfach eine Email an marlen@mexico-mio.de oder rufe an!

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Im September war ich in Mexico City – und diese 11 Tage waren bis jetzt mein längster Aufenthalt in dieser zauberhaften Stadt. Schon länger trage ich den Wunsch in mir, einmal dort zu leben oder zumindest den Winter dort zu verbringen. Ich liebe meine Stadt Leipzig, wirklich. Aber der deutsche Winter? Der macht mir jedes Jahr aufs Neue zu schaffen. Und so entstand die Idee: Warum nicht einmal ausprobieren, wie es ist, länger in Mexico City zu bleiben?

Es war ein kleiner Schritt raus aus meiner Komfortzone – und gleichzeitig ein großes Hinein in eine Stadt, die mich schon so lange fasziniert. Ich wollte spüren, wie es ist, nicht nur zu reisen, sondern wirklich da zu sein. Keine Rundreise, kein tägliches Kofferpacken. Sondern ein bewusstes Eintauchen in das Leben einer Metropole, die vor Energie, Kultur und Geschichte nur so vibriert.

Ausgrabungen mitten im Zentrum von Mexico City

Ausgrabungen mitten im Zentrum von Mexico City

Blick von einer Dachterrasse auf die Plaza in Mexico City

Blick von einer Dachterrasse auf die Plaza in Mexico City

Ankommen im Flow

Ich habe mir keine festen Pläne gemacht, sondern mich jeden Tag gefragt: Worauf habe ich heute Lust? Und das war wunderbar befreiend.

Ich habe viele Museen besucht – vom Templo Mayor über das Frida-Kahlo-Haus (Casa Azul), das Museo de Antropología, das Museo de Arte Moderno bis hin zum Museo Tamayo. Ich war an einem Sonntag im Parque de la República in Polanco mit Happy Salsa tanzen – pure Lebensfreude unter freiem Himmel! Ich habe die größte Bibliothek des Landes besucht, die mich mit ihrer Architektur und Ruhe beeindruckt hat.

Im Stadtteil La Roma war ich vintage shoppen, habe mich durch kleine Cafés treiben lassen, bin alleine abends in einen Club gegangen – einfach, weil ich Lust dazu hatte. In La Condesa bin ich spazieren gegangen, habe gelesen, Kaffee getrunken, beobachtet. Und natürlich durfte auch ein Besuch im Palacio de Bellas Artes nicht fehlen. Neben diversen kulturellen Veranstaltungen ist das imposante Gebäude vor allem für sein Ballet Folklórico bekannt. Es ist eine einzigartige Tanz-Show, die die unglaubliche Vielfalt an mexikanischen Tänzen aufzeigt. Von der ersten Minute an war das Publikum im Bann dieser Show.

Marlen in einer Vorstellung im Palacio Bellas Artes

Im Palacio Bellas Artes

Vorstellung der Tänzerinnen im Palacio Bellas Artes

Tänzerinnen auf der Bühne

Meine drei Lieblingsmomente

Es gab so viele besondere Augenblicke, aber drei Erlebnisse haben sich besonders eingebrannt:

  • Mein Moment über den Dächern der Stadt

    Auf der Terrasse des Buchladens Porrúa, mit Blick auf den Templo Mayor. Zwischen alten Steinen, geselligen Menschen, dem Sound der Großstadt und der sanften Abendsonne fühlte ich mich einfach selig.

  • Salsa im Parque de la República

    Das Lebensgefühl dieser Szene ist wie eine Familie: Man kennt sich, aber neue Gesichter werden sofort herzlich aufgenommen. Ich war einfach mittendrin, getragen von Musik, Freude und Offenheit.

  • Das Frida-Kahlo-Haus bei Nacht

    Eine Sonderöffnung am Abend. Weniger Besucher, mehr Magie. Der Garten lag still, das Licht fiel sanft auf die blauen Wände – und plötzlich war da diese tiefe Ruhe.

Sicherheit & Bewusstsein

Ich war viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – Metro und Metrobús – und habe mich jederzeit sehr sicher gefühlt. Klar, mit Uber wäre es bequemer gewesen, aber für mich war der Weg oft schon das Ziel. Gleichzeitig weiß ich, dass es ein Privileg ist, das so romantisch zu sehen. Für viele Menschen in dieser Stadt ist der tägliche Weg zur Arbeit kein Abenteuer, sondern ein mühsamer und kräftezehrender Alltag. Und ich weiß es zu schätzen, dass meine Wege daheim kürzer sind und ich meistens mit dem Fahrrad unterwegs bin.

Auch beim Wohnen wurde mir meine Perspektive bewusst: Ich hatte ein schönes Airbnb im sicheren Stadtteil Roma Norte, und gleichzeitig weiß ich, dass gerade durch den Zuzug vieler digitaler Nomaden und Expats – vor allem aus den USA – die Mieten in Mexico City explodieren. Für viele Einheimische wird das Leben in der Metropole dadurch immer unbezahlbarer. Diese Gegensätze gehören zu dieser Stadt – und es fühlt sich wichtig an, sie zu sehen und zu benennen, auch wenn ich mich dort so willkommen und glücklich gefühlt habe.

Mein Eindruck:

Mexico City hat mich nicht nur durch ihre Schönheit und Lebendigkeit berührt, sondern auch durch ihre Widersprüche. Gerade das macht diese Stadt für mich so echt, so intensiv und so unvergesslich.

Eintopf essen in Mexico City

Mexikanischer Eintopf

Tacos essen in Mexico City

Tacos

Kulinarische Glücksmomente

Natürlich darf das Essen nicht fehlen. Mexico City ist ein Paradies für Foodies. Ob Streetfood an jeder Ecke – Tacos al Pastor, Elotes, frische Säfte – oder fantastische Restaurants und Cafés in Roma, Condesa und Coyoacán: Diese Stadt ist voller Geschmack, Farbe und Leben. Jeder Bissen erzählt eine Geschichte.

Ich habe angefangen, all meine Lieblingsorte – Restaurants, Museen und andere besondere Plätze – in einer Google-Maps-Liste zu sammeln. Eine Sammlung, die wächst und wächst. Vielleicht inspiriert sie dich für deine eigene Reise nach Mexico City.

Mexiko-Reisen mit MEXICO MIO

Übrigens: Wenn du jetzt Lust bekommen hast, selbst nach Mexiko zu reisen – sei es für eine Städtereise nach Mexico City, eine längere Auszeit oder eine Rundreise durch Mexiko – dann unterstützen wir dich bei MEXICO MIO gern dabei.

Wir planen individuelle Mexiko-Reisen mit viel Erfahrung, echten Empfehlungen und viel Gespür dafür, was zu dir passt. Wenn du Mexico City mit anderen Regionen des Landes verbinden möchtest, sind auch unsere Mexiko Rundreisen eine wunderbare Möglichkeit, das Land intensiv kennenzulernen.

So wird aus einer Reise nicht nur ein Urlaub, sondern ein Erlebnis, das wirklich zu dir passt.

Raus aus der Routine – rein ins Leben

Diese Tage waren eine Reise zu mir selbst. Auch wenn mir das Land vertraut ist – diesmal war es anders. Ich war nicht die klassische Touristin, die von Ort zu Ort zieht. Ich war Teil des Alltags einer Großstadt, habe Routinen entwickelt, kleine Lieblingsplätze gefunden und mich treiben lassen. Ich war im Flow.

Und ja, gegen Ende kam auch der Gedanke: Wie schön wäre es, das alles einmal mit Familie oder Freunden zu teilen. Aber dieses Abenteuer war bewusst nur für mich.

Andere laufen den Jakobsweg, besteigen Achttausender oder finden sich in anderen sportlichen Herausforderungen wieder – mein persönlicher Schritt war diese Reise. Ein stilles, persönliches Abenteuer, das mir gezeigt hat, dass ich allein sein kann, ohne mich einsam zu fühlen. Dass ich wachsen darf, wenn ich mich traue.

Ich bin dankbar, dass ich mir diese Zeit gegönnt habe. Und wer weiß – vielleicht ist das erst der Anfang einer längeren Geschichte zwischen mir und Mexico City.

Und als wäre das alles nicht schon besonders genug, durfte ich während meines Aufenthalts noch den Día de la Independencia auf dem Zócalo erleben – das Herz Mexikos in Feierlaune, zwischen Musik, Lichtern und tausenden Stimmen, die gemeinsam „¡Viva México!“ rufen. Ein Erlebnis, das mich so bewegt hat, dass ich ihm einen eigenen Artikel gewidmet habe.

FAQ zu meinem Aufenthalt in Mexico City

Wie lange warst du in Mexico City?

Insgesamt war ich 11 Tage dort – mein bisher längster Aufenthalt in der Stadt.

In welchem Stadtteil hast du gewohnt?

Ich habe in Roma Norte gewohnt und mich dort sehr wohlgefühlt. Für mich war es ein guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

Warst du allein in Mexico City unterwegs?

Ja, diese Reise habe ich ganz bewusst allein gemacht. Gerade das hat sie für mich so besonders gemacht.

Hast du dich in Mexico City sicher gefühlt?

Ja, ich persönlich habe mich während meines Aufenthalts sehr sicher gefühlt – auch in der Metro und im Metrobús. Natürlich gilt wie in jeder großen Stadt: aufmerksam bleiben und sich gut informieren.

Lohnt sich Mexico City auch für eine längere Reise?

Absolut. Gerade wenn man nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern wirklich eintauchen möchte, lohnt sich ein längerer Aufenthalt sehr.

Kann man Mexico City gut mit einer Rundreise verbinden?

Ja, sehr gut sogar. Die Stadt lässt sich wunderbar mit anderen Regionen Mexikos kombinieren – zum Beispiel mit Puebla, Oaxaca, Chiapas oder Yucatán. Wenn du das Land intensiver kennenlernen möchtest, sind organisierte oder individuell geplante Rundreisen eine sehr gute Option.

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