MEXICO MIO Team, Mexiko Reiseberichte

Zu Gast in Jalisco

Ende September durfte ich wieder mal nach Mexiko fliegen. Der Grund war ein Messebesuch der Atmex mit Fokus auf Abenteuer- und Naturerlebnisse in Mexiko. Doch vor der Arbeit gab es das Vergnügen: ein 4-tägiger Fam-Trip durch den wunderschönen Bundesstaat Jalisco, dessen Hauptstadt Guadalajara ist. Mit der sehr langen Reiseroute Leipzig – Frankfurt – Mexico City – Guadalajara blieb mir leider keine Zeit die zweitgrößte Stadt des Landes zu besichtigen, aber die anderen Teilnehmer des Fam-Trips bestätigten mir, dass Guadalajara immer wieder eine Reise wert ist. Von der Hauptstadt Guadalajara starteten wir in das Umland.

Neben den kulturellen Highlights der Region stand der Abenteuer-Charakter im Vordergrund. So besuchten wir den nahegelegenen Wald bei Guadalajara »bosque primavera« und schauten uns an, welche Möglichkeiten es für Wanderer und Mountainbiker gibt. Am besten lasse ich hier mal ein Video für sich sprechen. Ich kenne jetzt auch den perfekten Spot fürs Paragliden in Mexiko. Nicht weit von Guadalajara, bei Tapalpa gibt es zahlreiche Möglichkeiten dieser Sportart nachzukommen.

Adventure in Jalisco

Doch nun zu den sportlichen Highlights, die ich selber ausprobieren durfte: Abseilen. Gleich am ersten Tag ging es für uns nach Tequila (ja bei Guadalajara gibt es wirklich ein Dorf, was so heißt:-)). Den Wagen parkten wir im nirgendwo und ich fragte mich, wo es hier die versprochenen Wasserfälle geben soll. Nachdem wir den Neopren-Anzug, Schwimmwesten und Klettergurte übergezogen hatten, wanderten wir ein Stück durch eine unglaublich schöne Landschaft und nach ca. 20 min Fußmarsch erreichten wir die versteckten Wasserfälle »los azules«. Hier bekamen wir eine Einführung zum Abseilen. Dann war mein Mut gefragt, erschwert durch den Wasserfall hangelte ich mich irgendwie die 35 m hinab. Es war glitschig und ständig bekam ich Wasser ins Gesicht aber irgendwann war ich unten und war mächtig stolz auf mich, dass ich es das erste Mal gewagt habe. Leider gibt es von dieser Aktion kein Video, aber ich möchte Euch ein anderes zeigen, damit Ihr seht wie spannend Abseilen in Jalisco sein kann: https://www.youtube.com/watch?v=dYwe07Cqh3g

Kultur und Geschichte

Der nächste Teil des Tages war dafür umso entspannter. Wir fuhren direkt weiter in die Ortschaft Tequila, wo es zahlreiche Brennereien gibt. Unser Halt sollte in der Destillerie »Cofradía« sein. Auf dem Gelände gibt es ein Restaurant in einer beleuchteten Höhle und nach dem Buffet bekamen wir eine interessante Führung über das Gelände. Der Tequila ist ein Kulturerbe von Mexiko und so ein Besuch einer Tequila-Brennerei darf meines Erachtens auf einer Mexiko Reise gern mal eingebaut werden. Wer möchte kann sogar eine Nacht mitten auf dem Gelände der Brennerei verbringen – die Hotelzimmer befinden sich in großen Tequila-Fässern und am Abend geht die Sonne über den Agaven-Feld unter. Dieses traumhafte Szenario wird mich so schnell nicht wieder los lassen.

Unser Weg führte uns noch weiter in das Pueblo Magico Ajijic – ein kleines verzaubertes Örtchen am Chapala See. Mein Glück war, dass ich gerade rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages in Mexiko war. Und die kleine Ortschaft Ajijic war der perfekte Ort, um am Abend einer berühmt berüchtigten mexikanischen fiesta beizuwohnen. Auf der Plaza gab es eine Bühne und die Salsaklänge schalten durch die Nacht. Überall strahlten Kindergesichter und die Paare tanzten ausgelassen. Es war beeindruckend mit welcher Freude und Ausgelassenheit die Mexikaner ihren Nationalfeiertag feiern. Das selbe Bild empfing mich am nächsten Abend in dem kleinen Bergdorf Tapalpa – hier war die Bühne noch größer und dazu gab es noch ein riesiges Feuerwerk. Diese beiden Abende haben mich so begeistert und für mich ist daher der 15./16. September ein perfektes Datum, um Mexiko zu besuchen.

Nun hatte ich also die Nacht in Ajijic verbracht und am nächsten Tag stand der Besuch vom Lago Chapala auf dem Programm. Es ist der größte See in Mexiko und ein Besuch lohnt allemal. Neben Ajijic ist Chapala eine niedliche Ortschaft und die Landschaft ist einfach wunderschön. Hier in der Region gibt es tolle Boutique Hotels – z.b. fand ich das kleine Hotel Nueva Posada sehr hübsch und typisch mexikanisch. Übernachtet haben wir im Hotel Danza del Sol – gerne erinnere ich mich an die morgendliche Stimmung, als der Nebel noch die sanften Bergketten verdeckte und dann langsam der Sonne wich. Auch geschichtlich bietet der Chapala-See Stoff. In der Ortschaft Mezcala z.b. kann man sich ein Boot mieten und zur vorgelagerten Insel fahren – hier haben sich während des Unabhängigkeitskrieges von 1812 bis 1816 Tausende von Coca-Indigene in ihrer erbauten Festung verschanzt und sich erfolgreich gegen die spanische Eroberung gestellt. Nach der Kapitulation fungierte deren Festung als Gefängnis. Nach einem Tag am See ging es in die Berge, in das Pueblo Mágico Tapalpa (ca. 2000 m über dem Meer). Ein kurzer Stopp bei den beeindruckenden Felsformationen von »Valle de las Piedrotas« rundete den Tag ab.

Naturerlebnisse in Jalisco

Der 3. Tag stand ganz unter der Thematik Wandern und Campen in Mexiko. Wir fuhren in den Nationalpark des Nevado de Colima (insgesamt 4380 Meter hoch und ein erloschener Vulkan) und stellten den Wagen ab. Die moderate Wanderung von 1,5 Stunden führte uns auf 4000 m zur Bergwacht-Hütte vom Nevado de Colima. Von der Hütte aus wird der nahegelegene und aktivste Vulkan Mexikos; Volcan de Colima (3730 m) 24 h beobachtet. Wir wechselten ein paar Worte mit der Bergwacht, erwärmten uns am Kamin und bedauerten etwas die graue Nebelwand, die den Blick auf die Bergwelt nicht freigeben wollte. Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und auf dem Rückweg öffnete sich für 5 Minuten der Nebel und präsentierte uns den stattlichen Nevado de Colima. Wieder am Fuß des Berges ankommen, erwartete uns ein Mittagessen auf einer Ranch und nachdem wir nach dem fantastischen Essen, das angeschlossene Hotel Chalet de Colombo besichtigen durften, war ich ganz vernarrt in diesen zauberhaften Ort. Der Hotelbesitzer gab es uns dann noch eine kurze Präsentation seiner Lasso-Kunst und gewährte uns einen Blick in seinen Pferdestall – denn auf dieser Ranch können Mädchen und Jungen die hohe Kunst der Charrería erlernen  – eine traditionelle und anspruchsvolle Reitkunst. Am Abend erreichten wir dann die schönste Unterkunft der ganzen Tour: das Ecocamp in der Sierra Tigre. Es liegt auf ca. 2000 m Höhe im Nirgendwo. Im Camp leuchteten überall Kerzen und es gab super leckere chiles rellenos. Wir entfachten ein stimmungsvolles Lagerfeuer und machten noch eine Nachtwanderung. Müde und glücklich fiel ich dann in mein Zelt und am nächsten Morgen erst sah man die Schönheit dieses Camps. Ich weiß, dass unsere Kunden wohl eher die Übernachtung in einem Hotel bevorzugen, aber sollte der ein oder andere mal an einem Campingaufenthalt interessiert sein, so können wir als Mexiko Spezialist weiterhelfen.

Freut Euch auf den 2. Teil meiner Mexiko Reise!

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