Mexiko Reiseberichte

Reise mit Kindern nach Mexiko zum Día de los Muertos

Den Día de los Muertos in Mexiko in der Familie erleben – das war der Wunsch unserer Kunden, die als 6-köpfige Familie (Großeltern, Eltern und Kinder) anreisten. Hier geben Sie uns ein ausführliches Feedback zu Ihrer Reise. Besonders interessant ist der Bericht bestimmt auch für Eltern, die mit ihren Kindern nach Mexiko reisen möchten. Es gibt viele gute Tipps für Familien.

Ist eine Mexiko Reise mit Kindern nicht zu anstrengend?

Schon lange vor Antritt unserer Reise haben wir uns darauf gefreut und unsere Mädels (3 & 5 Jahre) mindestens genauso viel. Nur unsere Großeltern, die wir dazu überredet hatten uns zu begleiten, waren sehr skeptisch.
– Ob das gut geht der lange Flug…
– Ist Mexiko denn wirklich sicher? Wir haben nichts Gutes gelesen vom Auswärtigem Amt…
– Müssen wir uns noch impfen lassen?
– Wird das nicht zu anstrengend alles?

La Condesa als Ausgangspunkt zur Erkundung Mexico Citys

Unser Hinflug war dann aber ein sehr entspannter Auftakt und die aufblasbaren Kissen hatten sich für die Kinder definitiv gelohnt, so dass sie viel bequemer schlafen konnten (nur auf dem Rückflug hat uns Lufthansa mitgeteilt, dass diese verboten seien auf allen Star Alliance Flügen). Uns hatte dann nur das Jetlag zu schaffen gemacht und es hat sicherlich 2-3 Tage gedauert bis alle normal schlafen konnten. Mexiko Stadt hat uns sehr gut gefallen und die Kinder sind sehr viel gelaufen, da es einiges zu entdecken gab. Den ersten Tag in La Condesa haben wir mit einer bequemen Bustour ausklingen lassen, da wir die Kinder als auch Großeltern nicht gleich überfordern wollten 😉
Insgesamt hatten wir drei volle Tage in der Stadt und nach verschiedenen Märkten und Feierlichkeiten zu Día de los Muertos (ja die fangen in Mexiko Stadt schon früh an) wollten wir auch das Frida Kahlo Museum sehen. Leider kamen wir zu spät, da die Schlange einmal um das komplette Gebäude ging aber vielleicht lag es einfach am Wochenende. AirBnB war die perfekte Alternative zu einem Hotel in der Stadt. Es war viel günstiger als die meisten Hotels und hatte sogar einen beheizten Pool auf dem Dach, der es uns erlaubt hat, den Kindern am Abend noch einen tollen Ausgleich zu geben. Die Lage war auch unschlagbar, da wir nur wenige Schritte von einer Bushaltestelle entfernt waren und La Condesa eines der schönsten Viertel der Stadt ist.

Sonnencreme für Teotihuacan und Montezumas Rache

Im Anschluss begann unsere erste geführte Tour zu den Pyramiden von Teotihuacán. Im Vergleich zu allen Ausgrabungsstätten, die wir auf unserer letzten Reise in Yucatán gesehen hatten, empfanden wir diese als noch beeindruckender. Größe der beiden Pyramiden und Weite der gesamten Anlage waren einzigartig. Mit den Kindern sind wir nur auf die kleinere Pyramide gestiegen, da die Sonnenpyramide doch einen ziemlich fordernden Aufstieg bereithält. Der Name war übrigens Programm und Sonnencreme entsprechend Pflicht. In der Stadt war es eigentlich meistens bewölkt, so dass man keine Angst vor einem Sonnenbrand haben musste. Im Anschluss ging es weiter nach Puebla, wo unser Hotel direkt in der Altstadt lag und schon ordentlich gefeiert wurde. Die beleuchteten Kirchen und viele Gebäude im Kolonialstil waren wunderschön. Zum ersten Mal konnten wir auch mit geschminkten und verkleideten Leuten Fotos machen. Am Anfang waren die Kinder noch etwas ängstlich, da manche Verkleidungen, doch sehr furchteinflößend waren aber das ging schnell vorüber. Leider ging es unserer älteren Tochter am nächsten Tag nicht so gut und während der Fahrt nach Oaxaca hat dann „Montezumas Rache“ komplett zugeschlagen. Unsere Reiseleiter waren super hilfreich und haben oft angehalten und auf uns Rücksicht genommen.

Schwierige Hotelsituation in Oaxaca zum Día de los Muertos

Nach Ankunft in Oaxaca haben Sie mit uns noch Monte Alban (einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten in Mexiko) gemacht. Unsere Tochter blieb mit ihrer Mama daheim um sich auszukurieren. Wieder hat es sich bezahlt gemacht ein AirBnb zu haben, da unsere Gastgeber sehr hilfreich waren und gleich am Morgen die entsprechende Medizin von der Apotheke geliefert wurde. Ein toller Service, den es auch in Deutschland geben sollte. Eine gute Unterkunft in Oaxaca während der Totentage zu bekommen ist sehr schwierig bzw. sollte man lange im Voraus planen (+1 Jahr). In unserem Fall ist daher die Unterkunft nicht so günstig gewesen wie in Mexiko Stadt, wurde aber durch die Gastgeber mehr als kompensiert. Wir haben nicht nur „Opfergaben“ bekommen, die wir mit zu einem der Friedhöfe nehmen konnten, sondern auch frische Tamales eines Morgens.

Zu sechst im Taxi fahren

Um auch die Umgebung von Oaxaca zu erkunden, haben wir uns selbst noch einen Tagesausflug über Tripadvisor gebucht um Mitla, Hierve el Agua und den Thule Baum zu sehen. Man muss sich bewusst sein, dass es eher auf Masse ausgerichtet ist und viel in kurzer Zeit abgedeckt wird aber alles in allem war es das Geld definitiv wert. Am nächsten Tag haben wir uns allein in Oaxaca aufgehalten und konnten uns sehr gut per Taxi zw. unserer Unterkunft und der Innenstadt bewegen. Die meisten Fahrer hatten auch kein Problem damit, dass sich eine 6-köpfige Familie zusammen in ein Taxi gezwängt hat 😉 Ein Fahrer hat uns sogar die Handtasche der Oma wiedergebracht, nachdem sie diese im Taxi liegen gelassen hatte. Nicht, dass man sich darauf verlassen kann aber soviel zum Thema Mexiko und Sicherheit!
Als Alternative zu Taxis gab es lediglich ein paar Busse aber selbst wenn man gut Spanisch spricht, ist es schwierig herauszufinden, wo und wann diese hinfahren…

Die Feierlichkeiten rund um den Día de los Muertos in Oaxaca

Oaxaca war, wie Puebla auch, eine ziemlich große Stadt, was wir so nicht erwartet hatten. Dennoch hatten wir viel Spaß, da nun auch die Feierlichkeiten zu den Totentagen in vollem Gange waren. Die Kinder hatten einen Riesenspaß und wir ließen uns zusammen schminken. Kleiner Tipp: Nicht erst abends versuchen einen Schminkstand zu finden, wenn die Altstadt schon voll ist sondern am Nachmittag. Da ist alles noch relativ entspannt. Den normalen Schlafrhythmus haben wir immer versucht so gut es ging beizubehalten und waren nie später als 21:00 zurück in der Unterkunft. Auf vielen Friedhöfen sind besondere Veranstaltungen geplant, die mit der Tradition von Día de los Muertos jedoch nicht viel gemeinsam haben. Auch hier haben wir viele Tipps von unseren netten Vermietern bekommen. Am letzten Tag haben wir uns noch den Hauptfriedhof angeschaut, wo man einen guten Eindruck bekommen hat, wie Familien zusammen ihre Zeit an den Gräbern verbringen.

Kaffeefinca Oaxaca und Pazifik Baustein

Von Oaxaca haben wir dann den zweiten geführten Abschnitt der Reise begonnen über das Bergdorf San José del Pacífico. Wir waren auf ca. 2.700m in Hütten untergebracht, deren Kamin wir auch gut gebrauchen konnten, da es schon ziemlich frisch war. Ein wunderbarer Ort der Ruhe und landschaftlich sehr beeindruckend. Von dort ging es weiter durch die Berge zu einer Kaffeeplantage. Den Kindern hat vor allem der Pool gefallen und der schöne Ausblick über den Dschungel, denn am Horizont war schon das Meer zu sehen. Nach so viel Sightseeing konnten es alle kaum erwarten endlich Badeurlaub zu machen und einfach mal nichts zu tun. Ein Stopp war noch eingeplant in der Nähe von Huatulco und auch einer der Highlights auf unserer Tour (Gärten von Hagia Sophia). Insbesondere für die Kinder war es ein Traum so viele leckere frische Früchte essen zu können und nach einer Tour durch die Gärten sich noch abkühlen zu können im Fluss.

Badeurlaub am Pazifikstrand von Mexiko

Am Flughafen haben wir uns dann von unseren netten Reiseführern verabschiedet und unseren Mietwagen entgegen genommen. Dann ging es in das Resort, welches sehr schön an einer Bucht gelegen und auch sonst sehr gut ausgestattet war. Uns wurde gesagt, dass man in Huatulco versucht, den Tourismus nachhaltiger aufzubauen als das in Cancun und Playa del Carmen der Fall war. Den gleichen Eindruck hatten wir wirklich und die Zeit dort entsprechend genossen. Einzig die Stiche von gemeinen Sandmücken, die wir uns im Dschungel geholt hatten, machten uns zu schaffen. Keiner von uns ist dieser besonders fiesen Art bisher begegnet und wir hätten uns sicherlich anders vorbereitet, wenn wir gewusst hätten, wie deren Stiche jucken können. Das Thema hat uns fast drei Tage begleitet 🙂
Huatulco selbst hat auch ein paar tolle Restaurants, so dass man nicht zwingend darauf angewiesen ist Vollpension zu buchen. Wir hatten sogar nur Frühstück dabei und es hat uns vollkommen ausgereicht. Besonders den Großeltern hat es im Resort gefallen, da es kaum Wellen gab und man sich um nichts kümmern musste. Für den letzten Teil der Reise waren wir aber noch einmal im wunderschönen San Augustinillo in einem Boutique Hotel untergebracht. Es war sicherlich der schönste Strand, den wir erleben durften und die ideale Unterkunft, da wir vom Zimmer einen direkten Zugang zum Strand hatten und die Kinder viel Spaß mit den Wellen hatten. Von großem Tourismus ist dort noch keine Spur.

Wir werden unsere Reise in toller Erinnerung behalten und auch unsere Großeltern waren am Ende dankbar, dass wir dazu überredet hatten!

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